dies und das

Genealogische Fundstücke und Links


Taufzeichen aus württembergischen Kirchenbüchern für Wochentage




Lesehilfe für die alte Schrift


Hilfe, ich kann die Zahl nicht lesen!

 

 

In den Kirchenbüchern finden sich häufig römische Zahlen.

Verwendet wurden  I=1, V=5, X=10, L=50, C=100, D=500, M=1.00,

es gibt zudem die Werte ↁ= 5.000, ↂ= 10.000

Diese wurden einfach aneinandergereiht und zusammengezählt. Steht einer dieser Buchstaben vor einem mit einem höheren Wert, so wurde dieser Buchstabe vom Wert der Zahl abgezogen.

In meinem Beispiel steht

1 × 1000 + 1 × 500 + 2 × 100 + 3 × 10 + 1 × 5 + 2 × 1 = 1737
M + D + CC + XXX + V + II = MDCCXXXVII

Hier ein Umrechner für die römischen (roman) Zahlen in „normale“ (decimal) bzw. eine Korrektur bei falsch geschriebenen römischen Zahlen, wenn man selbst welche schreiben möchte.

 

Im Mittelalter traten auch j = I, ij = II, iij = III auf, also eine Kleinbuchstaben Schreibweise. Selten findet sich auch eine Schreibweise von Jahreszahlen, bei der am Ende statt II ein verlängerter Strich I steht. Dieser ersetzt den zweiten Strich.

Natürlich gib es in anderen Ländern auch weitere Schreibweisen, so verwendet man im kyrillischen möglichst ähnliche Zeichen, also Ziffer 1 (maschinengeschrieben I) = I,  П = II, Ш = III und У = V.

 


Warum sind Punkte über dem Y?

       Freÿer

Ÿ in alten Kirchenbüchern ist die Lautwiedergabe „ij“, wenn man i und j schreibt, sehen beide praktisch wie Ÿ aus und daher schrieb man das auch.

So schrieb man nicht Meijer sondern Meÿer. Daraus wurde später Meyer oder Meier. Natürlich auch bei Maijer -> Maÿer zu Maier oder auch Mayer. Vielfach ersetzte das ÿ auch das „ie“. So kamen die Pünktchen über den Buchstaben y.