Mein Dank gilt Artur Rolloff, der in fruchtbarer Zusammenarbeit meine Seite mit dieser Zusammenstellung bereichert. Hinweise auf Ergänzungen und weiterführende Informationen werden hier dankend entgegengenommen. Vielleicht kennt jemand die Vorfahren des Friedrich Rolloff, der nach Tiflis einwanderte.
Gottlob PlieningerBarbara Wilhelmine Weikum, Ehefrau von Gottlob Plieninger, mit Sohn Ernst Barbara Wilhelmina Weikum, Ehefrau von Gottflob PlieningerErnst, Sohn von Gottlob Plieninger Ernst, Sohn von Gottlob Plieninger als Soldat Ernst, Sohn von Gottlob Plieninger Gruppenfoto mit Ernst, Sohn von Gottlob Plieninger Gruppenfoto mit Ernst, Sohn von Gottlob Plieninger Gruppenfoto mit Ernst, Sohn von Gottlob Plieninger Alwina Schall, Ehefrau von Ernst Plieninger Alwina Schall und Helga in DeutschlandAlwina Schall in Deutschland Grab Alwina Schall, verheiratete Plininger Richard, Alisa und Franz, Kinder von Ernst Plieninger in der Mitte, 1930Alwina und Ernst Plieninger mit KindernFranz, Sohn von Ernst Plieninger Friederike Vollmer mit Ehemann Johannes Schall 1910, Familie Johannes SchallSophie und Emanuel Schall mit KindernEmanuel jr., Sohn von Emanuel Schall Mitte Emanuel, rechts Alwina, Kinder von Emanuel und Sophie SchallSophie Baitinger, Alwina Schall und Ernst Plieninger rechts Emanuel Schall jr. im Tiflis Gartenrechts Emanuel Schall jr. Hochzeit Emanuel Schall jr.Gruppenfoto mit Gottlob Plieninger und Immanuel Schall Gruppenfoto mit Emanuel Schall jr.Gruppenfoto mit Ernst Plieninger und Immanuel Schall jr. Sophie Baitinger verh. Schall und Enkel Richard PlieningerGruppenfoto mit Ernst Plieninger und Alwina Schall Gruppenfoto mit Richard Plieninger Mathilde Schall Mathilde Schall, Foto RückseiteGruppenfoto mit Manuell SchallManuell SchallKinder von Georg BöppleKinder von Georg Böpple, Foto RückseiteJagd im KaukasusAlexej und SchwesternAugust 1932, Alexejewka, Weinbauern mit FamilieAugust 1932, Alexejewka, Weinbauern mit Familie, Foto Rückseite 1930er Bläser aus Kirowka1932 Weinlese1932 Weinlese, Foto Rückseite 1932 Ausflug in Armenien vor dem Herbst1937 Alexejewka, nach der Jagd Schulklasse Schwaben beim „Fescht“ Schwaben beim „Fescht“ Rückseite Gruppenfoto Weinlese Gruppenfoto Weinlese, Foto BeschriftungWeinernte im Kaukasus Kirowka 1925
Nach dem Tod des Viktor Klein 2007 sollte sein Wohnhaus in Helenendorf zu einem Museum umgestaltet werden. Er war der Nachkomme des Josua Klein (1811–1882) aus Reutlingen und entging der Deportation nur, da seine Mutter mit dem polnischen Chefarzt des Helenendorfer Krankenhauses verheiratet war. Im Haus waren so die über 100 Jahre alten Biedermeier-Möbel, der Hausrat, Bilder, Bücher und ein Klavier erhalten geblieben.
Das Interesse an den Deutschen ist heute wieder vorhanden, man restauriert die einstigen Wohngebäude, da der Tourismus davon deutlich profitiert. So ist der Träger des Museums das aserbaidschanische Ministerium für Kultur und Tourismus.
Durch Dr. E. Ohngemach initiiert, wurden eine Reihe Fotos zur Verfügung gestellt, die im Museum der Deutschen in Kaukasien in Helenendorf gezeigt werden sollen.
Liebenswerter Weise restaurierte er auch einige von ihnen, da ihr Zustand nicht immer so gut war, dass man sie zufriedenstellend erkennen konnte. Die Umstände der Ereignisse der Geschichte von Deportation und Umsiedlung waren naturgemäß nicht geeignet, Rücksicht auf ihren Erhalt nehmen zu können. Um so wertvoller ist ihre Existenz als Zeugnis der Vergangenheit.
Die Idee, sie hier der Öffentlichkeit zu präsentieren, stammte von Artur Rolloff, da nicht jeder die Möglichkeit hat, nach Helenendorf zu reisen. Gern erfülle ich diesen Wunsch und bedanke mich bei allen Familien, die ihre Familienalben der Öffentlichkeit zugänglich machen.
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Alle Fotos aus Privatarchiv, die Rechte zur Nutzung dieser Bilder sind ausschließlich an die Veröffentlichung bei deutsche-kolonisten.de und im Museum Helenendorf gebunden, liegen ansonsten bei den Familien, in deren Besitz sie sich befinden!
Mein Dank gilt Artur Rolloff, der in fruchtbarer Zusammenarbeit meine Seite mit dieser Zusammenstellung bereichert. Hinweise auf Ergänzungen und weiterführende Informationen werden hier dankend entgegengenommen. Vielleicht kennt jemand die Vorfahren des Friedrich Rolloff, der nach Tiflis einwanderte.
Verzeichnis der in Katharinenfeld lebende Familien mit Angaben der Orte, aus denen sie im Jahre 1817 auswanderten, sowie der Kolonien, aus denen sie nachträglich nach Katharinenfeld übersiedelten*)
die Nummerierung und Schreibweise der Namen bzw. Orte entspricht dem Original
Chetschik, Melkom, Geburtsort Ardahan (Chetschik war Armenier. Er wurde als Mitglied der Gemeinde Katharinenfeld zum Dank dafür aufgenommen, daß er einige Mitglieder der Gemeinde, die bei der Zerstörung Katharinenfelds im Jahre 1826 von Kurden und Persern in die Gefangenschaft entführt worden waren, aus der Sklaverei befreite und in ihren Heimatort zurück brachte. Unter diesen war auch seine spätere Frau, mit welcher er sich verheiratete, nachdem er zur evangelischen Kirche übergetreten war. Seitdem heirateten die Chetschiks ausschließlich Katharinenfelderinnen.)
*) Theodor Hummel: „Zur Sippenforschung der Kaukasusdeutschen“, Daten der „Kaukasischen Post“ entnommen und von Lehrer Immanuel Walker auf Grund seiner Auszüge aus dem Familienregister der Kolonie Katharinenfeld ergänzt und richtig gestellt); in: Deutsche Post – Jg. 9/1937, S. 23–24
I. Der St. Petersburgische Konsistorialbezirk. II. Der Moskausche Konsistorialbezirk. III. Der Kurländische Konsistorialbezirk. IV. Der Livländische Konsistorialbezirk. V. Der Estländische Konsistorial-Bezirk. VI. Der Warschauer Konsistorialbezirk. VII. Die Ev.-Luth. Kolonialgemeinden in Grusien. Veränderung.
General-Konsistorium. Präsident: Baron Uexküll von Gyldenband, Julius, Staatssekretar, Wirkl. Geheimrat. Vize-Präsident: Freifeldt, Konrad, Bischof. Weltliche Mitglieder: 1) Baron Mirbach, Robert, Wirkl. Staatsrat. 2) von Reutern, Gerhard, Wirkl. Staatsrat. Geistliche Mitglieder: 1) Kentmann, Wilhelm, Oberkonsistorialrat, Pastor an St. Petri in St. Petersburg. 2) Vakant. Prokureur: von Heptner, Julius, Wirklicher Staatsrat. Sekretär: Versmann, Emil, Kollegienrat. Sekretärsgehilfe: Vakant. Kontrolleur: Behr, Nikolai, Wirkl. Staatsrat. Kontrolleursgehilfe: Spohr, Eugen, Hofrat. Exekutor, Kassierer und Archivar: Heinlz, Alfred, Staatsrat. Translateur: Alphtan, Alexei, Wirkl. Staatsrat.
I. Der St. Petersburgische Konsistorialbezirk.
Konsistorium. Präsident: von Veh, Alexander, Wirkl. Staatsrat. Vize-Präsident: Pingoud, Guido [26.10.1851Tarutino-31.12.1914 St. Petersburg], Generalsuperintendent, Pastor an St. Michaelis.
KB Tarutino 1851, p232
Weltliche Assessoren: von Frisch, Eduard, Geheimrat. Baron Stackelberg, Walter, Hofrat. Geistliche Assessoren: Rokkanen, Otto, Pastor in Slawänka. Malmgren, Arthur, Pastor an St. Annen. Sekretär: Loeven, Gustav, Titulärrat. Notär: Kallas, Rudolf, Kolleg.-Sekretär.
A. Kirchspiele im Gouvernement St. Petersburg.
a) Kirchspiele in St. Petersburg.
1. St. Petri.2 Walter, Karl, Pastor, geb. 27. Oktober 1866, ord. 7. April 1891. Kentmann, Wilhelm, Pastor und Oberkonsistorialrat, geb. 11. Juli 1861, ord. 2. März 1886. Hornberg, Harald, Pastor, geb. 5. Febr. 1875, ord. 11. März 1901.
2. St. Annen.2 Malmgren, Arthur, Pastor, geb. 18. Oktober 1860, ord. 1. Okt. 1899. Haller, Gotthard, Pastor, geb. 22. Aug. 1869, ord. 14. Januar 1896. Maas, Eduard, Pastor, geb. 8. April 1875, ord. 6. Mai 1901.
3. St. Katharinen.2 Rheinthal, Arthur, Pastor, geb. 15. Januar 1863, ord. 10. Mai 1890. von Wirén, Oskar, Pastor, geb. 13. Febr. 1866, ord. 21. Nov. 1893
4. St. Michaelis.2 Pingoud, Guido, Pastor und Generalsuperintendent, geb. 26. Oktober 1851, ord. 28. Mai 1878. Deggeller, Eugen, Pastor-Adjunkt, geb. 14. Juli 1868, ord. 19. Dezember 1892. Busch, Karl, Pastor-Adjunkt, geb. 26. Sept. 1872, ord. 19. Mai 1913.
5. St. Katharinen, schwedische Gemeinde.2 Karvanen, Johannes, Pastor-Adjunkt, geb. 9. Dez. n. St. 1847, ord. 26. Juni n. St. 1875. Wiren, Edwin, Pastor-Adjunkt, geb. 12. Sept. 1885, ord. 20. Dez. 1908.
6. St. Marien, finnische Gemeinde.2 Saarinen, Johann, Ober-Pastor, geb. 18. Juni n. St. 1846, ord. 12. Jan. n. St. 1871. Waltasaari, Johannes, Pastor, Komminister, geb. 2. Okt. 1876, ord. 3. Januar 1902. Huupponen, Emil, Pastor-Adjunkt, geb. 13. Nov. 1888, ord. 11. Juni 1902.
7. St. Johannis.2 Walk Jaak, Pastor, geb. 15. Marz 1867, ord.18. Nov. 1901. Adamson, Jaan, Pastor-Vikar, geb. 24. Nov. 1865, ord. 16. Januar 1905.
9. St. Marien, deutsche und russische Gemeinde. Masing, Johannes, Pastor, geb. 27. März 1874, ord. 6. Mai 1898. 10. St. Marien-Kirche der städtischen Armenhäuser unterhalb Smolna. Schnitz, Leo, Pastor, geb. 25. Dez. 1877, ord. 22. Nov. 1902. 11. St. Georgsgemeinde beim II. Kadettenkorps. Vakant. 12. Gemeinde des Evangelischen Hospitals. Liss, Theodor, Pastor und Rektor am dortigen Diakonissenhaus, geb. 14. April 1866, ord. 8. Mai 1894. 13. Kapelle im St. Petersburgischen Irrenhause. Keller, Heinrich, Pastor-Vikar, geb. 10. Dezember 1850, ord. 30. April 1889. 14. Mariengemeinde des Smolna-Witwenhauses. Maas, Eduard, Pastor, siehe № 2. 15. Evangelischer Verein (Stadtmission). Fehrmann, Wilhelm, Pastor, geb. 5. Mai 1864 [Moskau], ord. 30. Dezember 1890, [gest. 4. April 1924 St. Petersburg]
b) Kirchspiele in den übrigen Städten und in den deutschen Kolonien des Gouv. Petersburg.
17. Neu-Saratowka. Jucum, Wilhelm, Pastor, geb. 22. April 1868, ord. 2. Juni 1896. 18. Gatschina, deutsche, finnische und estnische Gemeinde. Palsa, Oskar, Pastor, geb. 21. April 1863, ord. 13. Nov. 1888.
19. Strelna. Beermann, Christoph, Pastor, geb. 8. Juli 1864 [Põltsamaa, Estonia; gest. 26. November 1939 Paide , Järvamaa, Estonia], ord. 20. Nov. 1888.
Christoph Wilhelm Beermann (1864-1939)11
20. Ligowo. Vakant und wird bedient von Pastor-Adjunkt Busch in St. Petersburg. Seite № 4. 21. Peterhof. von Bodungen, Ferdinand, Pastor, geb. 25. Nov. 1872, ord. 28. Mai 1901. 22. Oranienbaum. Siehe Nr. 19. 23. Kronstadt, St. Elisabeth, deutsche und lettische Gemeinde. Büttner, Alfred, Pastor, geb. 16. Juli 1867, ord. 21. März 1893. 24. Kronstadt, St. Nikolai, finnische, estnische und schwedische Gemeinde. Vakant. 25. Narwa, St. Johannis, deutsche Gemeinde. Luther, Johannes, Pastor, geb. 24. Febr. 1861, ord. 13. Juli 1886. 26. Narwa, St. Michaelis, finnische Gemeinde. Kajander, Johannes, Pastor, geb. 30. Dez. 1873, ord. 9. Juni 1899. 27. Narwa, St. Petri, estnische Gemeinde. Steinfeldt, Georg, Pastor, geb 14. April 1866, ord. 8. Febr. 1898. 28. Jamburg, St. Lazarus-Gemeinde. Vakant. 29. Jamburg, estnische Gemeinde. Vakant. 30. Gdow. Hauboldt, Johannes, Pastor, geb. 4. Febr. 1855, ord. 6. Dezember 1881.
с) Finnische Landkirchspiele im Gouv. St. Реtersburg. I. Propstei Schlüsselburg. 31. Wuohles. Peronius, Wilhelm, Pastor und Propst, geb. 28. März 1862, ord. 18. November 1890. 32. Walkiasaari. Forstadius, Alfred, Pastor, geb. 5. Februar 1873, ord. 9. Januar 1900. 33. Lembala. Sonny, Paul, Pastor, geb. 31. Juli 1871, ord. 6. Dezember 1898. 34. Toxowa. Relander, Felix, Pastor, geb. 15. April 1864, ord. 1. August 18…7. Saarniwaara, Emil, Pastor sec., geb. 14. April 1875, ord. 9. Juni 1911. 35. Keltos. Louhelainen, Otto, Pastor, geb. 17. September 1874, ord. 13. Juli 1903. Pärnänen, Ewert, Pastor-Diakonus, geb. 29. Juni 1881, ord. 4. Januar 1906. 36. Rjabowa. Laurikkala, Salim, Pastor, geb. 29. Dezember 1882, ord. 11. Januar 1909. 37. Markowa-Järwisaari. Vakant.
II. Propstei Ost-Ingermanland.
38. Slawänka. Rokkanen, Otto, Pastor und Konsistorialassessor, geb. 22. April 1847, ord. 14. Dezember 1871. Karvanen, Alexander, Pastor-Diakonus, geb. 15. Febr. 1866, ord. 14. Juli 1892. 39. Tyris. Modeen, Emanuel, Mag. philos., Pastor, geb. 17. Sept. 1839, ord. 17. September 1876. Kallio, Kaiku, Pastor-Adjunkt, geb. 14. Feb. 1890, ord. 6. Juni 1912. 40. Liisilä. Koivulainen, Wille, Pastor, geb. 3. Sept. 1879, ord. 10. Juni 1907. 41. Ingeris oder Ischora. Siitonen, Konstantin, Pastor und Propst, geb. 12. Juni 1851, ord. 27. Januar 1876. 42. Duderhof. Raski, Jaako, Pastor, geb. 13. Dezember. 1873, ord. 9. Juni 1904. 43. Hietamäki. Siitonen, Johann, Pastor, geb. 9. Dezember, 1868, ord. 7. Januar 1898. 44. Skworitz und Ropscha. Wirkanen, Stephan, Pastor, geb. 23. November 1848, ord. 27. Januar 1876. Kajanti, Axel, Pastor-Adjunkt, geb. 2. Juni 1886, ord. 3. Januar 1909. 45. Serebetta. Aaviko, Viktor, Pastor, geb. 28. April 1885, ord. 5. Juni 1913. III. Propstei West-Ingermanland. 46. Moloskowitz. Slöör, Frithiof, Pastor, geb. 11. Juli 1874, ord. 14. Nov. 1899. 47. Koprina. Sonny, Nikolai, Pastor und Propst, geb. 9. Aug. 1847, ord. 17. Juni 1873. 48. Spanko-Kolpana. Broms, Karl, Pastor, geb. 27. Aug. 1858, ord. 23. Aug. 1884. 49. Gubanitz. Wehniainen, Alexander, Pastor, geb. 18. Febr. 1869, ord. 3. Jan. 1895. 50. Teschkowo. Vakant. 51. Kattila-Soikina-Nowasolka. Vakant. 52. Kaporien. Vakant.
B. Kirchspiele und Adjunkturen in den inneren Gouvernements.
51. Nowgorod. Feldmann, Julius, Pastor, geb. 10. April 1869, ord. 2. Juni 1896. 54. Petrosawodsk. Lindberg, Oskar, Pastor, geb. 11. Mai 1883, ord. 25. Dez. 1907. 55. Murman. Wuotila, Anders, Pastor, geb. 29. Januar 1871, ord. 28. Mai 1901. 56. Jaroslaw-Kostroma-Wologda. Königsfeld, Leonhard, Pastor, geb. 2. März 1862, ord. 17. April 1888. 57. Pskow, St. Jakobi. Drechsler, Friedrich, Pastor, geb. 18. Nov. 1870, ord. 6. Aug. 1900. 58. Pskow-Laura. Lapping, Karl, Pastor, geb. 26. Marz 1869, ord 4. März 1901. 59. Toropetz. Boas, Johann, Pastor, geb. 24. Oktober 1858, ord. 21. Januar 1890. 60. Smolensk. Busch, Emil, Pastor, geb. 6. Dezember 1870, ord. 5. Sept. 1899. 61. Belowesh. Vakant. 62. Poltawa. Stamm, Hugo, Pastor, geb. 5. April 1867, ord. 26. Dezember 1898. 63. Krementschug. Feyerabend, Otto, Pastor, geb. 27. April 1885, ord. 4. März 1912. 64. Kiew. Junger, Heinrich, Pastor, geb. 13. Februar 1878, ord. 7. Mai 1906. Königsfeld, Richard, Pastor-Diakonus, geb. 8. Mai 1868, ord. 11. Dez. 1894. 65. Radomysl. Berg, Eugen, Pastor, geb. 12. Januar 1872, ord. 17. Mai 1898. 66. Shitomir. Barth, Johannes, Pastor, geb. 13. Sept. 1862, ord. 27. Nov. 1888 67. Rowno. Vakant und wird vikariert von den Pastoren Müller in Tutschin und Loppe in Lutzk. 68. Nowograd-Wolhynsk. Deringer, Rudolf, Pastor, geb. 27. Juni 1869, ord. 17. Mai 1898. 69. Tutschin. Müller, Karl, Pastor-Adjunkt, geb. 23. Febr. 1881, ord. 23. Juni 1913. 70. Roshischtschi. Vakant. 71. Luzk. Loppe, Sigismund, Pastor-Adjunkt, geb. 12. Febr. 1872, ord. 9. Mai 1899. 72. Wladimir-Wolhynsk. Torinus, Erhard, Pastor-Vikar, geb. 28. Mai 1886, ord. 3. Nov. 1913. 73. Heimthal. Johannson, Julius, Pastor, geb. 27. Dez. 1852, ord. 15. Februar 1881. 74. Emiltschin. Vakant und wird vikariert von Pastor Johannson in Heimthal. 75. Nemirow. Vakant und wird vikariert von Pastor Tomberg in Dunajewzy. 76. Dunajewzy mit Kamenez-Podolsk. Tomberg, Nikolai, Pastor, geb. 6. Juli 1856, ord. 31. Juli 1883.
С. Kirchspiele und Adjunkturen in Süd-Russland.
Erste Propstei.
77. Nikolajew. Kufeld, Johann, Pastor, geb. 8. Juli 1868, ord. 30. April 1895. 78. Odessa. Steinwand, Daniel, Pastor, geb. 2. März 1857 [Klöstitz], ord. 10. Aug. 1886, [gestorben Juni 1919 Lustdorf].
KB Klöstitz 1857 p. 426
Pastor Winkler, (Privatarchiv S. Winkler)
Willigerode, Theodor, Pastor, geb. 14. Juli 1878 [Suchodol], ord. 27. Dez. 1905, [gest. 6. November 1919 St. Petersburg] 79. Gross-Liebenthal. Vakant. 80. Freudenthal. Mantel, Heinrich, Pastor, geb. 9. Mai 1864, ord. 30. Nov. 1897. 81. Neu-Freudenthal. Paetsch, Julius, Pastor, geb. 27. November 1866, ord. 28. März 1893. 82. Worms-Johannisthal. Adt, Rudolf, Pastor, geb. 15. März 1880, ord. 19. April 1909. 83. Kassel. Vakant und wird vikariert von Pastor Winkler in Hoffnungsthal. 84. Hoffnungsthal. Winkler Immanuel, Pastor, geb. 3. Juni 1886 [Sarata], ord. 6. Nov. 1911, [gest. 18. Juni 1932 Winnipeg, Canada] 85. Glücksthal. Schilling, Georg , Pastor, geb. 14. April 1862 [Halbstadt/Krim], ord. 6. Juli 1897, [gest. 21. Okt. 1947, Dessau, Deutschland] 86. Bergdorf. Selb, Karl, Pastor, geb. 15. März 1884, ord. 9. Dez. 1912. 87. Kischinew. Galkewitsch, Erich, Pastor, geb. 22. Juni 1873, ord. 20. Sept. 1899.
Pastor Daniel Haase (1877-1939)6
88. Tarutino. Haase, Daniel, Pastor, geb. 11. Sept. 1877 [Alt Elft], ord. 29. Juni 1908, [gest. 23. Mai 1939 Tarutino.]
KB Alt Elft 1877 p.191
Traueranzeige7
89. Albota. Wolleydt, Siegfried, Pastor-Adjunkt, geb. 3. April 1887 [Sassendorf bei Riga], ord. 30. Nov. 1912, [gest. 14. Mai 1938 Freital-Deuben/Sachsen] 90. Klöstitz. Peters, Julius, Pastor, geb. 24. März 1844, ord. 27. Juni 1871. 91. Fere-Champenoise. Simsont, Alexander, geb. 31. Juli 1863, ord. 12. April 1898. 92. Neu-Sarata. Skriba, Friedrich, Pastor-Adjunkt, geb. 17. Aug. 1876, ord. 28. Aug. 1907. 93. Arzis. Meyer, Rudolf, Pastor, geb. 13. Nov. 1887, ord. 27. Okt. 1913. 94. Sarata. Meyer, Alphons, Pastor, geb. 31. Mai 1854, ord. 8. Februar 1881. 95. Posthal. Meyer, Wilhelm, Pastor-Vikar, geb. 16. Juli 1884, ord. 8. April 1912. 96. Eigenheim. Vakant und wird vikariert von Pastor Meyer in Posthal.
Zweite Propstei.
Pastor Heinrich Ferdinand Gregorius, (Privatarchiv S. Huber)
97. Jeisk. Gailit, Otto, Pastor-Adjunkt, geb. 17. Mai 1869, ord. 14. Juli 1896. 98. Rostow am Don. Von Toerne, Johannes, Pastor und Propst, geb. 15. Juli 1858, ord. 20. Februar 1883. 99. Rynowka. Aschan, Peter, Pastor, geb. 28. Mai 1856, ord. 16. Jan. 1884. 100. Taganrog. Keller, Richard, Pastor, geb. 19. Juni 1863, ord. 29. Mai 1888. 101. Nowotscherkask. Keller, Alfred, Pastor-Adjunkt, geb. 27. Juli 1867, ord. 5. Dez. 1895. 102. Lugansk. Zielke, Robert, Pastor-Adjunkt, geb. 29. Nov. 1889, ord. 21. Dez. 1911. 103. Schidlowo. Ney, Karl, Pastor-Adjunkt, geb. 2. Nov. 1879, ord. 16. Okt. 1895. 104. Josephsthal (Josifofka). Gööck, Michael, Pastor, geb. 14. Juli 1885, ord. 26. Dez. 1912. 105. Alexandrowsk. Rath, Georg, Pastor, geb. 19. Jan. 1865, ord. 12. Juli 1892. 106. Jekaterinoslaw. Hesse, Eduard, Pastor, geb. 8. März 1865, ord. 31. Marz 1891. 107. Tersanka (Friedenfeld). Aman, Friedrich, Pastor, geb. 19 Januar 1862, ord. 3. Dezember 1889. 108. Ludwigsthal. Gregorius, Heinrich, Pastor, geb. 22. Juni 1858 [Wien], ord. 30. Juni 1882. [gest. 14. Juli 1927 Lugansk, Pastor in Annenfeld, Gouv. Tiflis 1885-1886; Elisabethtal, Gouv. Tiflis 1886-1890]3 109. Grunau. Hohloch Johannes, Pastor, geb. 18. Mai 1865, ord. 14. Mai 1895. 110. Rosenfeld. Rast, Wilhelm, Pastor, geb. 25. Mai 1876, ord. 4. Juli 1904. 111. Neu-Stuttgart mit Berdjansk. Deringer, Nikolai, Pastor, geb. 8. April 1872, ord. 1. Nov. 1898. 112. Zürichthal. Cholodetzky, Emil, Pastor, geb. 12. Okt. 1874, ord. 16. November 1901. 113. Neusatz. Hörschelmann, Ferdinand, Pastor, geb. 27. Aug. 1855, ord. 9. Januar 1883. 114. Byten. Hanson, Arthur, Pastor-Adjunkt, geb. 18. Nov. 1866, ord. 26. Okt. 1908. 115. Djelal. Frischfeldt, Arnold, Pastor, geb. 25. Oktober 1874, ord. 28. April 1902. 116. Neimann-Hochheim. Reimers, Elias, Pastor, geb. 4. April 1869, ord. 26. April 1898. 117. Eugenfeldt. Vakant. 118. Hochstadt. Hahn, Gotthold, Pastor, geb. 6. Januar 1863, ord. 7. November 1890. 119. Prischib. Schlupp, Woldemar, Pastor, geb. 24. Nov. 1876, ord. 10. Okt. 1904. 120. Alt-Schwedendorf. Vakant. 121. Kronau. Jundt, Johannes, Pastor, geb. 2. Aug. 1857, ord. 25. Okt. 1887. 122. Elisabethgrad. Beck, Wilhelm, Pastor, geb. 7. Februar 1859, ord. 23. Nov. 1886.
II. Der Moskausche Konsistorialbezirk.
Konsistorium. Präsident: von Berens, Eduard, Hofrat. Vize-Präsident: Willigerode, Paul, Generalsuperintendent, geb. 17. April 1859, ord. 15. Aug. 1882. Weltlicher Assessor: Baron Ungern-Sternberg, Dr. Paul. Geistlicher Assessor: Walter, Richard, Pastor an St. Petri-Pauli in Moskau. Sekretär: von Lilienfeld, Nikolai, Hofrat. Notär und Translateur: Vakant.
A. Kirchspiele im Gouvernement Moskau.
1. Moskau, St. Michaelis. Kahn, Arved, Pastor prim., geb. 25. Aug. 1872, ord. 12. Okt. 1897. 2. Moskau, St. Petri-Pauli. Walter, Richard, Pastor und Konsistorial-Assessor, geb. 13. August 1868, ord. 30. April 1895. Siegfried, Alexander, Pastor, geb. 30. Januar 1876, ord. 11. Marz 1901. Meyer, Theophil, Pastor, geb. 5. Mai 1865, ord. 18. Nov. 1890. 3. Moskau, St. Johannis. Krause, Bruno, Pastor, geb. 7. August 1883, ord. 7. Aug. 1911. 4. Moskau, St. Elisabeth, estnische Gemeinde. Vakant. 5. Moskau, Gouvernements-Vikariat. Frey, Oskar, Pastor-Vikar für das Gouv. Moskau, geb. 31. März 1859, ord. 14. Juli 1885.
B. Kirchspiele in den übrigen Gouvernements.
a) Stadt- und Landgemeinden im Europäischen Russland.
Probst Ernst Holzmayer (1867-1928)8
6. Charkow. Stender, Maximilian, Pastor, geb. 25. Mai 1876, ord. 4. Juli 1904. Cramer, Karl, Pastor, geb. 15. Mai 1882, ord. 21. Jan. 1907. 7. Jekaterinburg mit Perm. Blumberg, Nikolaus, Pastor, geb. 3. April 1869, ord. 6. Juni 1893. 8. Kamsko-Ishewsk. Wird bedient von Pastor Hoheisel in Kasan. 9. Kasan. Hoheisel, Eduard, Pastor, geb. 4. März 1864, ord. 21. Mai 1900. 10. Kursk. Baschwitz, Alfred, Pastor, geb. 19. September 1871, ord. 29. Juni 1904. 11. Nishny-Nowgorod. Holzmayer, Ernst, Pastor, geb. 14. Mai 1867 [Arensburg auf Ösel], ord. 7. Nov. 1893; [gest. 16. Mai 1928 Moskau] 12. Orel. Althausen, Alexander, Pastor, geb. 7. Sept. 1856, ord. 2. Nov. 1880. 13. Orenburg. Stenzel, Johannes, Pastor, geb. 25. Juni 1877, ord. 16. März 1903. 14. Pensa. Vakant. 15. Riebensdorf. Vakant. 16. Ssimbirsk. Leyst, August, Pastor, geb. 30. Juni 1860, ord. 2. Okt. 1888. 17. Slatoust. Needohl, Johann, Pastor, geb. 17. Juni 1859, ord. 19. Juli 1887. 18. Ssumy-Achtyrka-Lebedin. Spörer, Felix, Pastor, geb. 11. April 1867, ord. 5. Febr. 1895. 19. Tambow-Rjasan. Bernhoff, Arthur, Pastor, geb. 22. Marz 1869, ord. 13. Februar 1894. 20. Tula-Kaluga. Boettiger, Karl, Pastor, geb. 8. Juli 1878, ord. 15. April 1907. 21. Twer. Eisenschmidt, Johannes, Pastor, geb. 23. Sept. 1873, ord. 6. Juni 1904. 22. Wladimir. Wird bedient von Pastor Holzmayer in Nishny-Nowgorod. 23. Woronesh. Fastena, Julius, Pastor, geb. 8. Juni 1865, ord. 13. Dez. 1892.
b) Stadt- und Landgemeinden in Kaukasien und Trans-Kaspien.
24. Baku, deutsch-schwedische Gemeinde. von Schleyer, Lionel, Pastor, geb. 22. August 1877, ord. 26. Dez. 1904. 25. Baku, evang.-armenische Gemeinde. Thorossjanz, Ossep, Pastor, geb. 28. August 1881, ord. 1. Juni 1908. 26. Batum-Kutais. Vakant. 27. Jekaterinodar. Kludt, Theodor, Pastor, geb. 28. Juni 1861, ord. 3. August 1886. 28. Noworossiisk. Girgensohn, Hermann, Pastor-Vikar, geb. 8. Mai 1867, ord. 1. Nov. 1892. 29. Pjatigorsk. Bonwetsch, Emil, Pastor, geb. 18. Januar 1861, ord. 9. August. 1887. 30. Schemacha. Vakant. 31. Stawropol. Schultz, Adrian, Pastor-Vikar, geb. 20. Juni 1846, ord. 25. Februar 1873. 32. Taschkent. Jürgenssen, Justus, Pastor, geb. 9. Dezember 1864, ord. 1. Dez. 1891.
Peter und Paul Kirche4
Pastor Richard Mayer (1869-1933)5
33. Tiflis. Mayer, Anton Richard, Pastor, geb. 3. Oktober 1869 Tiflis, ord. 31. Mai 1898. [verhaftet 1931, ermordet in Moskau Ende Februar 1933] Schleuning, Johannes, Pastor-Adjunkt, geb. 14. Jan. 1879 [Saratow], ord. 1. Mai 1911, [gest. 7. September 1961 Braunschweig].
34. Wladikawkas. Aksim, Eduard, Pastor, geb. 28. Januar 1876, ord. 2. Juli 1900. 35. Kaukasischer Militär-Prediger-Bezirk. Wird bedient von Pastor-Adj. Gailit zu Jeisk.
с) Stadt- und Landgemeinden in Sibirien.
36. Barnaul-Tomsk. Hesse, Leonhard, Pastor, geb. 11. Februar 1856, ord. 9. Dezember 1884. 37. Bulanka, Nishnaja und Werchnaja. Reichwald, Woldemar, Pastor-Vikar, geb. 4. Nov. 1877, ord. 28. Oktober 1913. 38. Finnlandische Deportierten-Kolonien in Ost- und West-Sibirien. Granö, Paul, Pastor, geb. 22. Nov. 1883, ord. 3. Jan. 1908. 39. Irkutsk. Sibbul, Woldemar, Pastor, geb. 25. August 1869, ord. 9. Februar 1897. 40. Omsk und die Deportierten-Kolonien am Om. Koch, Konstantin, Pastor, geb. 25. Januar 1871, ord. 21. Januar 1896. 41. St. Johannis. Heidingsfeld, Alfred, Pastor-Vikar, geb. 16./4. Januar 1879, ord. 10. Mai 1908. 42. St. Petri. Vakant. 43. Tobolsk und Ryschkowo. Bargais, Arved, Pastor, geb. 29. Jan. 1885, ord. 8. Mai 1911. 44. Werchny-Sujetuk, finnisch-estnische Ansiedlung. Verwaltet durch die Pastoren Granö in Omsk und Reichwald in N. Bulanka. 45. Wladiwostok mit Nikolajewsk. Lesta, Adalbert, Pastor, geb. 30. Jan. 1866, ord. 22. Dez. 1896.
d) Propstei an der Wolga.
I. Propstei auf der Bergseite der Wolga im Gouvernement Ssaratow.
46. Ssaratow. Behning, Liborius, Pastor, stellvertr. Propst, geb. 3. Dez. 1862, ord. 18. Oktober 1888. Lankau, Woldemar, Pastor, geb. 3. April 1883, ord. 2. Mai 1910. 47. Goloi-Karamysch. Reichert, Paul, Pastor, geb. 27. Juni 1875, ord. 8. Sept. 1902. 48. Gololobowka. Vakant. 49. Jagodnaja Poljana. Dalton, Rudolf, Pastor, geb. 4. November 1876, ord. 3. Aug. 1903. 50. Kamyschin-Nikolajewsk. Vakant. 51. Lessnoi-Karamysch. Vakant. 52. Medwedizko-Krestowoi-Bujerak. Somelt, Michael, Pastor, geb. 31. August 1868, ord. 15. Dez. 1896. 53. Norka. Wacker, Friedrich, Pastor, geb. 8. April 1886, ord. 3. November 1913. 54. Oleschna. Möllmann, Friedrich, Pastor, geb. 22. August 1855, ord. 29. Juli 1883. 55. Rosenberg. Findeisen, Johannes, Pastor, geb. 18. Febr. 1879, ord. 13. Juni 1910. 56. Talowka. Vakant. 57. Sarepta. Vakant. 58. Ustkulalinka. Schneider, Alfred, Pastor, geb. 17. Juni 1885, ord. 17. Juni 1812. 59. Ustsolicha. Vakant. 60. Wodjänoi-Bujerak. Schneider, Johannes, Pastor, geb. 28. Juli 1845, ord. 13. März 1873. 61. Zarizyn-Dubowka. Schmidt, Leopold, Pastor, geb. 12. Juli 1875, ord. 19. März 1906. 62. Propstei-Adjunktur. Vakant.
II. Propstei auf der Wiesenseite der Wolga im Gouvernement Ssamara.
63. Gnadenthau. Kosciol, Johannes, Pastor und Propst, geb. 17. Mai 1855, ord. 15. Oktober 1884. 64. Baratajewka. Hörschelmann, Christfried, Pastor, geb. 15. Juli 1858, ord. 13. Nov. 1883. 65. Воаrо. Blum, Johannes, Pastor, geb. 20. Sept. 1873, ord. 25. Januar 1899. 66. Brunnenthal. Grasmück, Johannes, Pastor, geb. 11. Juni 1883, ord. 11. November 1912. 67. Eckheim. Allendorf, Johannes, Pastor, geb. 10. August 1856, ord. 12. Juni 1883. 68. Fresenthal. Heinrichsen, Friedrich, Pastor, geb. 26. Juni 1859, ord. 18. Mai 1886. 69. Gnadenflur. Harff, Otto, Pastor, geb. 23. Juni 1872, ord. 27. Okt./8. Nov. 1896. 70. Hoffenthal. Büttner, Johann, Pastor, geb. 3. Januar 1871, ord. 31. Aug. 1908. 71. Katharinenstadt. Kuhlberg, Paul, Pastor, geb. 18. April 1872 ord. 11. Mai 1897. 72. Krasnojar. Vakant. 73. Ossinowka. Miller, Wilhelm, Pastor, geb. 20. Dez. 1883, ord. 12. Febr. 1912. 74. Paulskoje. Zimmer, Karl, Pastor, geb. 7. Januar 1863, ord. 10. Juli 1890. 75. Podstepnaja. Rothermet, Alexander, Pastor, geb. 4. Okt. 1880, ord. 1. März 1909. 76. Priwalnaja. Selb, Eduard, Pastor, geb. 26. Dezember 1872, ord. 31. Mai 1898. 77. Rjäsanowka. Heptner, Nathanael, Pastor, geb. 11. Okt. 1862, ord. 16. Januar 1894. 78. Ssamara. Lezius, Hermann, Pastor, geb. 31. März 1863, ord. 15. Febr. 1887. Alias, Ewald, Pastor-Vikar für die Kolonien, geb. 3. April 1871, ord. 14. Juni 1898. 79. Schönthal. Schwartz, Johann, Pastor, geb. 10. Nov. 1867, ord. 4. Sept. 1894. 80. Tarlyk. Vakant. 81. Weimar. Inser, Otto, Pastor, geb. 11. Aug. 1877, ord. 7. Okt. 1907. 82. Weizenfeld. Koch, Gottlieb, Pastor, geb. 2. März 1861, ord. 6. Sept. 1887. 83. Wolskaja. Erbes, Johannes, Pastor, geb. 27. März 1869, ord. 10. Mai 1901. 84. Astrachan. Zimmermann, Richard, Pastor, geb. 16. März 1862, ord. 3. April 1888. 85. Propstei-Adjunktur. Willigerode, Adalbert, Pastor-Adjunkt, geb. 11. Okt. 1883, ord. 26. Dez. 1911.
III. Der Kurländische Konsistorialbezirk.
Konsistorium. Präsident: von Meerscheidt-Hüllessem, Baron Viktor. Vize-Präsident: Bernewitz, Alexander, Generalsuperintendent, geb. 31. März 1863, ord. 14. Aug. 1888. Weltliche Assessoren: von Hahn, Baron Wilhelm, residirender Kreismarschall; von Behr, Baron Paul. Geistliche Assessoren: Becher, Theodor, Pastor zu Frauenburg, Goldingenscher Propst. Tlttelbach, Werner, Pastor zu Groesen, Doblenscher Propst. Sekretär: von Behr, Baron Theodor. Notär: Mahler Karl, Cand. Jur. Translateur: Mahler Karl, Cand. Jur.
A. Kirchspiele im Gouvernement Kurland.
a) Kirchspiele der Stadt Mitau (Jelgawa).
1. St. Trinitaus, deutsche Kron-Kirchspielsgemeinde. Dobbert, Viktor, Pastor primarius, geb. 10. Mai 1862, ord. 26. Jan. 1886. 2. St. Trinitatis, deutsche Stadtgemeinde. Kluge, Ernst, Pastor, geb. 30. Oktober 1861, ord. 14. Mai 1887. 3. Nikolaikirche, lettische Stadtgemeinde. Reinhard, Johann, Pastor, geb. 8. Sept. 1860, ord. 20. November 1887. Mühlenbach, Fritz, Pastor-Adjunkt, Oberlehrer, geb. 9. Okt. 1863, ord. 23. Dez. 1912. 4. Annenkirche, lettische Kron-Kirchspielsgemeinde. Bernewilz, Friedrich, Pastor primarius, geb. 25. Fe-bruar 1869, ord. 20. November 1894. 5. St. Johannis, deutsche Stadtgemeinde. Wachtsmuth, Paul, Pastor, zugleich Rektor und Hausprediger an der Mitauer Diakonissenanstalt, geb. 15. Mai 1879, ord. 9. November 1903. 6. Anstalt Thabor. Urban, Wolfgang, Pastor, geb. 17. Februar 1865, ord. 2. Juni 1891.
b) Propstei Seiburg.
7. Buschhof-Holmhof (Birschu-m.). Jeske, Adolf, Pastor, geb. 11. April 1862, ord. 8. Mai 1894. Krühn, Otto, Pastor-Adjunkt, in Jakobstadt, geb. 11. März 1843, ord. 22. November 1870. 8. Setzen (Seze). Fuchs, Alphons, Pastor, geb. 27. November 1856, ord. 26. Januar 1886. 9. Demmen (Demme, das Pastorat: Turgele). Kroeger, Arthur, Pastor, geb. 2. Dez. 1863, ord. 28. Mai 1895. 10. Dubena-Weesen (Dignaja-Sassu). Doebner, Friedrich, Pastor, geb. 23. Febr. 1868, ord. 2. August 1898. 11. Dwinsk (Dünaburg). Feldmann, Karl, Pastor, geb. 26. Dezember 1865, ord. 6. Dezember 1892. 12. Egypten-Berkenhegen (Wilku meests). Kroeger, siehe № 9. 13. Friedrichstadt-Tauerkaln (Jaun-Jelgawa). Miklaw, Martin, Pastor, geb. 16. Oktober 1861, ord. 6. Dezember 1887. 14. Kaltenbrunn (Kaldebrunna). Bredrich, Alexander, Pastor, geb. 9. Juni 1858, ord. 6. Januar 1894. 15. Kreuzburg-Lehmenen-Trentelberg (Kjihzburga). Walter, Reinhold, Pastor, geb. 21. Dezember 1861, ord. 15. Februar 1887. 16. Lassen (Laschu-m). Katterfeld, Heinrich, Pastor, geb. 8. August 1887, ord. 24. Nov. 1913. 17. Nerft (Nerete). Döllert, Alfred, Pastor, geb. 28. Juli 1869, ord. 5. Sept. 1899. 18. Gross-Salwen (Salwe). Kirstein, Arwed, Pastor, geb. 12. Juni 1885, ord. 20. Juni 1910. 19. Saucken-Ellern (Saukas-Elkschnu-m). Müller, Hermann, Pastor, geb. 4. November 1868, ord. 15. Nov. 1898. 20. Sonnaxt (Sunnakste). Stender, Johannes, Pastor und Selburgscher Propst, geb. 5. Aug. 1864, ord. 13. Juni 1893. 21. Seiburg (Sehlpils). Vakant. Wird vikariert von Propst Stender-Sonnaxt. 22. Sickeln-Born-Ellern (Sihkele). Seiler, Wilhelm, Pastor, geb. 11. Febr. 1858, ord. 14. Juni 1892. 23. Subbath (Subate). Büttner, Wilhelm, Pastor, geb. 28. Aug. 1885, ord. 11. Nov. 1912.
с) Propstei Bauske.
24. Dalbingen (Dalbe). Rosenthal, Karl, Pastor, geb. 9. September 1876, ord. 13. Febr. 1911. 25. Baldohn (Baldone). Gautzsch, Otto, Pastor, geb. 20. Juni, 1850, ord. 12. März 1878. 26. Bauske, deutsche Gemeinde. Stavenhagen, Friedrich, Pastor, geb. 27. Aug. 1873, ord. 8 April 1901. 27. Bauske, lettische Gemeinde. Strautmann, Christoph, Pastor, geb. 11. November 1860, ord. 5. Mai 1896.
Paul Pelling 18989
28. Barbern (Bahrbele). Pelling, Paul Alexander Christian, Pastor, geb. 24. November 1865, ord. 29. Nov. 1892, seit 1898 in Barbern. 29. Eckau-Lambertshof (Eezawa-Lamberta). Treffner, Fritz, Pastor, geb. 29. März 1876, ord. 9 November 1903. 30. Linden-Birsgallen (Daugawas Birsgale). Busch, Wilhelm, Pastor-Adj. geb. 8. August 1881, ord. 16. September 1912. 31. Mesothen-Bersteln (Meschotne-Behrstele). Bielenstein, Walther, Pastor, geb. 21. Juli 1872, ord. 11. Oktober 1898. 32. Neugut (Wezà muischa). Glaeser, Hans, Pastor, geb. 30. September, 1870, ord. 9. Juni 1896. 33. Alt- und Neu-Rahden (Wez-Saule). Bielenstein, Hans, Pastor, geb. 13. Februar 1863, ord. 14. Mai 1888. 34. Sallgaln (Salgale). Grüner, Hermann, Pastor, geb. 15. Juni 1865, ord. 7. April 1891. 35. Sessau (Sodu-m). Lutzau, Werner, Pastor, geb. 19. Nov. 1874, ord. 27. Mai 1907. 36. Wallhof (Walles-m). Wolansky, Alfred, Pastor, geb. 24. November 1877, ord. 22. August 1905. 37. Zohden (Zode). Vakant, und wird vikariert von Pastor Grüner, Sallgaln.
d) Propstei Doblen.
38. Hofzumberge-Pankelhof (Kalna-m.). Ratkowsky, Arnold, Pastor, geb. 16. Februar 1865, ord. 1. Juli 1890. 39. Blieden-Sturhof (Blihdene). Czernay, August, Pastor, geb. 3. Juli 1873, ord. 4. März 1901. 40. Doblen, deutsche Gemeinde. Lamberg, Theodor, Pastor, geb. 4. Februar 1860, ord. 2. März 1886. 41. Doblen, lettische Gemeinde (Dobele). Straumann, Johann, Pastor, geb. 4. Januar 1864, ord. 15. Mai 1894. 42. Grenzhof-Schnikern (Mescha-m. un Snikere). Boettcher, Edmund, Pastor, geb. 3. Nov. 1876, ord. 4. Februar 1907. 43. Oross-Autz (Leel-Auze). Beldau, Karl, Pastor geb. 2. Oktober 1868, ord. 10. September 1895. 44. Grünhof (Sala-m.). Heinz, Paul, Pastor, geb. 13. Dezember 1869, ord. 31. März 1896. 45. Kursiten-Schwarden (Kursischi). Rammolin, Theodor, Pastor, geb. 19. Mai 1861, ord. 19. März 1895. 46. Lesten-Strutteln (Lestene). Krüger, Walter, Pastor, geb. 13. Juni 1884, ord. 19. Mai 1913. 47. Neu-Autz-Kerklingen (Jaun-Auze). Bahder, Arthur, Pastor, geb. 24. Februar 1856, ord. 14. Juni 1892. 48. Neuenburg (Jaun-Pils). Bernewitz, Theodor, Pastor, geb. 12. August 1868, ord. 30. Januar 1894. 49. Ringen-Waddax (Rubes-muischa un Wadakste). Thielemann, Konstantin, Pastor, geb. 12. Februar 1872, ord. 25. Februar 1898. 50. Siuxt (Dschuhkstes-m.). Gilbert, Wilhelm, Pastor, geb. 24. Dezember 1868, ord. 7. November 1899. 51. Würzau (Wirzawa). Romann, Johann, Pastor, geb. 1. Juli 1869, ord. 14. Juli 1893. 52. Zelmeneeken (Zelmeneeki). Seesemann, Leonhard, Pastor, geb. 12. Oktober 1863, ord. 15. Dezember 1891. 53. Grösen (Greese). Tittelbach, Werner, Pastor, Konsistorialassessor und Doblenscher Propst, geb. 25. Juni 1858, ord. 23. Dezember 1884.
е) Propstei Goldingen.
54. Schrunden (Skrunde). van Beuningen, Friedrich, Pastor, geb. 25. Oktober 1851, ord. 26. Oktober 1875. 55. Kabillen (Kabile). Lutzau, Viktor, Pastor, geb. 2. September 1854, ord. 5. April 1881. 56. Edsen oder Gross-Iwanden (Iwande). Wilpert, Georg, Pastor, geb. 15. September 1856, ord. 17. Märrz 1885. 57. Frauenburg (Saldus). Becher, Theodor, Pastor, Konsistorialassessor und Goldingenscher Propst, geb. 6. April 1864, ord. 28. Mai 1889. 58. Goldingen, deutsche Gemeinde. Lichtenstein, Viktor, Pastor, geb. 29, März 1864, ord. 2. Juni 1891. von Sicard, Theodor, Pastor-Adjunkt, geb. 11. April 1885, ord. 4. August 1913. 59. Goldingen, lettische Gemeinde (Kuldiga). Freiberg, Ernst, Pastor, geb. 18. November 1867, ord. 11. April 1893. 60. Lippaiken (Lipaike). Groening, Fedor, Pastor, geb. 29. Juli 1862, ord. 18. Februar 1890. 61. Luttringen (Lutrini). Brieling, Adolf, Pastor, geb. 23. Juni 1874, ord. 21. November 1904. 62. Muischezeem (Gaiku-m). Mühlendorf, Wilhelm, Pastor, geb. 19. November 1850, ord. 3. Febr. 1891. 63. Rönnen (Rende). Schkutte, Leonhard, Pastor, geb. 6. Nov. 1874, ord. 13. Februar 1911. 64. Wahnen (Wahne). Böttiger, Alexander, Pastor, geb. 11. Oktober 1829, ord. 22. September 1863. 65. Wormen-Scheden (Wahrme). Parstrauts, Jahnis, Pastor, geb. 29. August 1851, ord. 31. März 1894.
f) Propstei Pilten.
66. Landsen und Hasau (Landse un Uschawa). von Raison, Johannes, Pastor, geb. 29. Januar 1881, ord. 30. Dezember 1907. 67. Angermünde-Popen (Rinde). Schulz, Hermann, Pastor, geb. 2. Aug. 1855, ord. 13. Juni 1882. 68. Dondangen (Dundaga). Moltrecht, Karl, Pastor und Piltenscher Propst, geb. 12. Mai 1860, ord. 26. Januar 1887. 69. Edwahlen (Ehdole). Schilling, Ernst, Pastor, geb. 27. Oktober 1858, ord. 2. Juni 1885. 70. Erwahlen-Sassmaken-Rohjen (Ahrlawa). Jehnich, Julius, Pastor-Vikar, geb. 13. Sept. 3871, ord. 13. Nov. 1905. 71. Hasenpoth (Aispute). Seiler, Hermann, Pastor, geb. 5. Januar 1867, ord. 24. Januar 1893. 72. Irben-Gipken (Eerbes-Gibkes-m.). Wille, Edgar, Pastor, geb. 28. Dezember 1883, ord. 11. September 1911. 73. Pilten (Piltene). Schalme, Jeannot, Pastor, geb. 8. Mai 1863, ord. 15. Januar 1889. 74. Pussen (Pussene). Heinrichsen, Robert, Pastor, geb. 15. Mai 1871, ord. 7. Dezember 1897. 75. Sackenhausen (Sakaleija). Spiess, Karl, Pastor, geb. 15. Februar 1860. ord. 13. Februar 1911. 76. Schleck (Slehka). Kupffer, Wilhelm, Pastor, geb. 1. April 1863, ord. 5. Mai 1896. 77. Ugahlen (Ugahle). Gurland, Rudolf, Pastor, geb. 10. April 1886, ord. 15. Dez. 1913. 78. Windau (Wentspils). Kleinenberg, Paul, Pastor, geb. 15. Januar 1869, ord. 7, Juni 1894. Grünberg, Theodor, Pastor-Adjunkt für die lettische Gemeinde, geb. 21. März 1870, ord. 9. Mai 1899. 79. Zirau-Wirginahl (Zihrawa-Wehrgale). Vogel, Otto, Pastor, geb. 17. Mai 1863, ord. 13. Sept. 1892.
g) Propstei Grobin.
80. Bathen (Bahte). Vakant und wird vikariert von Pastor Lundberg, Ambothen. 81. Ambothen (Embote). Lundberg, Karl, Pastor, geb. 28. Mai 1857, ord. 2. Okt. 1883. 82. Appricken-Salenen (Aprike-Saleene). Vakant und wird vikariert von Pastor Vogel, Zirau. 83. Nieder- und Ober-Bartau (Nihza un Bahrta). Spehr, Gustav, Pastor und Grobinscher Propst, geb. 3. Dez. 1866, ord. 7. März 1893. 84. Nord-Durben (Seemela-Dorbe). Dexne, Christian, Pastor, geb. 29. Juni 1862, ord. 31. August 1897. 85. Süd-Durben (Deenaswidus-Dorbe). Seezen, Christoph, Pastor, geb. 15. Juni 1870, ord. 4. Marz 1901. 86. Gramsden (Gramsde). Vakant. 87. Grobin (Grobine). Wieckberg, Eduard, Pastor, geb. 3. Dezember 1866, ord. 7. März 1893. 88. Kruthen (Kruthe). von Bordelius, Max, Pastor, geb. 17. Juni 1886, ord. 15. Dezember 1913. 89. Libau, deutsche St. Trinitatis-Gemeinde. Kluge, Eugen, Pastor, geb. 18. Nov. 1846, ord. 7. Nov. 1875. Grass, Wilhelm, Pastor-Adjunkt, geb. 11. Sept. 1873, ord. 23. Dezember 1901. 90. Libau, lettische St. Annen-Gemeinde (Leepaja). Sanders, Viswald, Pastor, geb. 3. Nov. 1885, ord. 13. Februar 1911. 91. Neu-Libau, lettische Gemeinde (Leepaja). Goldberg, Karl, Pastor, geb. 4. Juni 1872, ord. 10. Januar 1899. 92. Neuhausen (Walteika). Schulz, Konrad, Pastor, geb. 16. Dezember 1880, ord. 2. Dez. 1907. 93. Preekuln-Fircks-Assiten (Preekule). Resewski, Johann, Pastor, geb. 28. Febr. 1872, ord. 14. Januar 1901. 94. Rutzau-Heiligen-Aa (Ruzawa-Swentaja). Ohss, Johannes, Pastor, geb. 22. Juli 1861, ord. 10. Januar 1888.
h) Propstei Kandau.
95. Sahten (Sahte). von Raison, August, Pastor, geb. 9. Aug. 1878, ord. 27. Mai 1907. 96. Angern (Engure). Tempel, Karl, Pastor, geb. 1. Nov. 1873, ord. 7. Febr. 1899. 97. Ballgallen (Balgale). Vakant und wird vikariert von Pastor Glaeser, Zohden. 98. Kandau (Kandawa). Bernewitz, Alexander, Pastor und Kandauscher Propst, geb. 26. Mai 1856, ord. 19. Sept. 1882. 99. Nurmhausen (Nurmuischa). Jürgensohn, Johannes, Pastor, geb. 22. Nov. 1865, ord. 22. Dez. 1891. 100. Samiten (Semite). Vakant und wird vikariert von Pastor von Raison, Sahten. 101. Stenden-Spahren (Stende-Spahre). von Johannsohn, August, Pastor, geb. 11. Mai 1872, ord. 7. Juni 1898. 102. Talsen (Talsi). Martinelli, Oskar, Pastor für die lettische Gemeinde, geb. 2. Juli 1876, ord. 14. März 1910. Bergengrün, Alexander, Adjunkt für die deutsche Gemeinde, geb. 21. März 1863, ord. 14. Januar 1896. 103. Tuckum, deutsche Gemeinde. Fleischer, Magnus, Pastor, geb. 23. Mai 1856, ord. 3. März 1885. 104. Tuckum, lettische Gemeinde (Tukums). Mattisson, Gustav, Pastor, geb. 18. Oktober 1867, ord. 25. Juli 1893. 105. Zabeln (Sabile). Gläser, Karl, Pastor, geb. 8. Juni 1869, ord. 30. Okt. 1894.
В. Kirchspiele in anderen Gouvernements.
i) Propstei Wilna.
106. Wilna. Koch, Hermann, Pastor, geb. 28. Dezember 1842, ord. 6. Januar 1873. Tittelbach, Paul, Pastor, geb. 23. November 1865, ord. 26. Jan. 1892. 107. Grodno. Plantsch, Adolf, Pastor, geb. 2. Dezember 1866, ord. 1. November 1892. 108. Neudorf-Neubrow. Vakant und wird vikariert von Pastor Zirkwitz, Bielostok. 109. Polozk-Witebsk. Zelmin, Martin, Pastor, geb. 10. Nov. 1863, ord. 10. Nov. 1896. Bertschy, Karl, Pastor-Adjunkt zu Polozk, geb. 30. Jan. 1866, ord. 28. Mai 1895. 110. Struschan-Stirnian. Irbe, Karl, Pastor-Vikar, geb. 4. Januar 1885, ord. 28. Febr. 1910. 111. Bolwa. Vakant und wird vikariert von Pastor-Vikar Irbe, Reshiza. 112. Minsk. Matschulan, Adam, Pastor, geb. 29. März 1864, ord. 15. Oktober 1895. 113. Bielostok. Zirkwitz, Theodor, Pastor, geb. 8. März 1863, ord. 12. Januar 1892. 114. Soprasl-Charoscz. Wilde, Wilhelm, Pastor, geb. 22. März, 1864, ord. 8. Mai 1894. 115. Mohilew. Jürgensohn, Wilhelm, Pastor, geb. 18. Januar, 1869, ord. 21. Dezember 1897. 116. Kowno. Dobbert, Ludwig, Pastor und Wilnascher Propst, geb. 12. Oktober 1842, ord. 31. Juli 1866. 117. Keydany. Vakant und wird vikariert von Pastor Tittelbach, Wilna. 118. Birsen. Deeters, Friedrich, Pastor, geb. 23. Sept. 1871, ord. 8. Okt. 1900. 119. Szawli. Kupffer, Theodor, Pastor, geb. 30. März 1869, ord. 29. September 1896. 120. Schoden. Lieventhal, Julius, Pastor, geb. 28. Oktober 1835, ord. 31. Dezember 1867. 121. Tauroggen. Wiemer, August, Pastor, geb. 4. Dezember 1869, ord. 15. Sept. 1896. 122. Georgenburg-Szwyren-Rossien. Vakant und wird vikariert von Pastor Josephi, Krettingen und Pastor Tittelbach, Wilna. 123. Krettingen. Josephi, Karl, Pastor, geb. 4. Febr. 1873, ord. 14. Januar 1907. 124. Zeymel. Eckert, Julius, Pastor, geb. 13. April 1861, ord. 30. März 1897. 125. Ponewiecz-Schadow. Lichtenstein, Rudolf, Pastor, geb. 11. Dezember 1865, ord. 24. Juni 1897.
IV. Der Livländische Konsistorialbezirk.
Konsistorium. Präsident: von Strandtmann, Arvid, Landrat, Ober-Direktor des Livl. Adligen Kreditsystems. Vize-Präsident: Gaehtgens, Theophil, Generalsuperintendent, geb. 23. Nov. 1847, ord. 21. Okt. 1873. Weltliche Assessore: von Transehe-Roseneck, Astaf. Hoyningen-Huene, Baron Bernhard. Geistliche Assessore: Girgensohn, Thomas, Propst und Oberpastor zu St. Jakobi in Riga. Eisenschmidt, Heinrich, Pastor-Diakonus zu St. Jakobi in Riga. Sekretär: Schwanck, Karl. Notär: Ottow, Ferdinand. Translateur: Weidenbanm, Eugen.
a) Propstei Riga, Stadt- und Patrimonialgebiet.
1. Riga, St. Jakobi. Girgensohn, Thomas, Propst und Oberpastor, geb. 4. Oktober 1851, ord. 3. Februar 1885. Eisenschmidt, Heinrich, Pastor-Diakonus, geb. 1. März 1855, ord. 29. Juni 1880. Terras, Eduard, Pastor der estnischen Gemeinde, geb. 25. April 1871, ord. 19. Dezember 1899. Tallmeister, Theodor, Pastor-Adj., geb. 28. März 1889, ord. 17. Juni 1912. Bidder, Oskar, Gefängnisprediger, geb. 27. März 1866, ord. 20. November 1894. Hilde, Reinhold, Stadtvikar, geb. 28. Oktober 1859, ord. 28. April 1885. Kirschfeld, Johannes, geb. 23. Juli 1884, ord. 15. Juni 1914. 2. Riga, St. Petri. Poelchau, Peter, Oberpastor, geb. 5. Januar 1870, ord. 8. Dezember 1896. Keller, Karl, Oberpastor, geb. 12. Aug. 1868, ord. 24. Nov. 1896. Hoffmann, Theodor, Pastor, geb. 1. Febr. 1865, ord. 15. Nov. 1892. 3. Riga, Dom. Erdmann, Oswald, Pastor, geb. 5. August 1871, ord. 22. November 1898. Stephany, Maximilian, Pastor, geb. 26. August 1870, ord. 10. Dez. 1895. Eckhardt, August, Pastor, geb. 20. April, 1868, ord. 13. Dez. 1892. 4. Riga, St. Johannis. Bernewitz, Ernst, Oberpastor, geb. 6. Dez. 1849, ord. 13. Februar 1877. Meyren, Johannes, Oberpastor, geb. 25. Juni 1868, ord. 26. Mai 1896. 5. Riga, St. Gertrud. Schubert, Oskar, Pastor, geb. 27. November 1866, ord. 3. April 1894. 6. Riga, Neu-St. Gertrud. Walter, Arthur, Pastor, geb. 20. Sept. 1860, ord. 31. März 1885. Freudenfeld, Karl, Pastor, geb. 20. Juni 1867, ord. 20. Sept. 1898. 7. Riga, Jesus-Gemeinde. Cleemann, Gustav, Pastor der deutschen Gemeinde geb. 16. Sept. 1858, ord. 17. Nov. 1885. Schwartz, Walter, Pastor der lettischen Gemeinde, geb. 29. Juli 1866, ord. 24. Nov. 1891. 8. Riga, Martins-Gemeinde. Taube, Theodor, Pastor der deutschen Gemeinde, geb. 1. Febr. 1864, ord. 1. Mai 1888. Poelchau, Hermann, Pastor-Adj. geb. 2. April 1882, ord. 21. April 1913. Rosenberg, Peter, Pastor der lettischen Gemeinde, geb. 28. Juni 1874, ord. 3. Dez. 1901. 9. Riga, St. Trinitatis-Gemeinde. Treu, Paul, Pastor, geb. 22. Mai 1854, ord. 16. Aug. 1881. 10. Riga, St. Pauls-Gemeinde. Treu, Karl, Pastor, geb. 27. Juni 1867, ord. 30. Nov. 1897. 11. Thorensberg, Luther-Gemeinde. Scheuermann, Eugen, Pastor, geb. 12. September 1856, ord. 29. Mai 1883. 12. Gemeinde des Diakonissenhauses. Doebler, Erhard, Pastor, geb. 4. August 1882, ord. 5. Febr. 1912. 13. Friedens-Gemeinde. Berg, Edgar, Pastor, geb. 22. März 1878, ord. 19. Juni 1905. 14. Katlakaln und St. Olai. Reinberg, Gustav, Pastor, geb. 25. Okt. 1856, ord. 2. Juni 1885. 15. Bickern. Kade, Alexander, Pastor, geb. 12. Dezember 1869, ord. 9. Febr. 1897. 16. Holmhof. von Schroeder, Christof, Dr. med., geb. 1. Aug. 1855, ord. 26. Mai 1896. 17. Pinkenhof und St. Annen. Hillner, Gotthilf, Pastor, geb. 25. November 1862, ord. 29. Mai 1888.
b) Propstei Riga-Land.
18. Sunzel (Suntaschi). Wehmann, Karl, Pastor, geb. 26. Januar 1867, ord. 8. Juli 1898. 19. Jürgensburg (Jaunpils). Erasmus, Alfons, Pastor, geb. 14. April 1881, ord. 3. Aug. 1908. 20. Uexküll-Kircholm (Ikschkile un Salaspils). Marnitz, Xaver, Pastor und Propst, geb. 9. August 1855, ord. 20. Febr. 1883. 21. Lennewarden-Gross-Jungfernhof (Leelwahrde-Leela Jumprawas m.). Giehm, Alfred, Pastor, geb. 15. Sept. 1872, ord. 1. Dez. 1902. 22. Loddiger-Treiden (Ledurga-Turaida). Spalwing, August, Pastor, geb. 10. Juni 1855, ord. 13. März 1883. 23. Ascheraden (Aiskraukle). Savary, Eberhard, Pastor, geb. 12. April 1863, ord. 13. März 1888. 24. Lemburg (Mahlpils). Plantsch, Arthur, Pastor, geb. 10. Febr. 1875, ord. 20 Febr. 1900 25. St. Peters-Kapelle, Adiamünde und Zarnikau (Peterupe, Skulte un Zarnikawa). Stamer, Johannes, Pastor, geb. 23. Juni 1859, ord. 10. Mai 1892. 26. Kokenhusen-Kroppenhof (Koknese-Кrаре). Bach, Hermann, Pastor, geb. 15. November 1871, ord. 19. Juni 1905. 27. Segewolde-Kempenhof (Sigulda-Kempe). von Braunschweig, Hermann, Pastor, geb. 18. Nov. 1861, ord. 18. August 1885. 28. Neuermühlen-Westerotten (Ahdaschi un Garkalns). Grüner, Eduard, Pastor, geb. 18. Mai 1860, ord. 19. Juli 1887. 29. Sissegal-Altenwoga (Madaleene un Mengele). Vakant. 30. Ustj-Dwinsk (Daugawas-Grihwa). Bankin, Martin, Pastor, geb. 4. Juni 1864, ord. 23. Febr. 1892. 31. Dahlen (Doles m.). Rainmann, Johannes, Pastor, geb. 17. August 1871, ord. 10. Juni 1907. 32. Nitau (Nitaure). Vakant und wird vikariert von Pastor Erasmus in Jürgensburg. 33. Schlok (Sloka). Roseneek, Wilhelm, Pastor, geb. 11. August 1868, ord. 22. März 1898. 34. Dubbeln (Dubulti). Ops, Janis, Pastor, geb. 26. Januar 1866, ord. 6. Sep. 1898. 35. Rodenpois (Ropaschi). Behrsin, Karl, Pastor, geb. 28. Juli 1862, ord, 12. Februar 1889. 36. Allasch-Wangasch (Allaschi-Wangaschi). Vakant. 38 (!). Kremon (Krimulda). Ehrmann, Johannes, Pastor, geb. 10. Okt. 1862, ord. 16. Mai 1893.
с) Propstei Wolmar.
38. Wolmar-Wolmarshof (Walmeeras mahz. m.). Neuland, Johannes, Pastor, geb. 12. Januar 1840, ord. 20. Dezember 1870. 39. Wolmar-Weidenhof (Weidesmuischa). Pawassar, Eduard, Pastor, geb. 13. Febr. 1861, ord. 19. April 1892. Kundsin, Karl, Pastor-Vikar des Wolmarschen Sprengels, geb. 31. März 1883, ord. 24. Mai 1909. 40. Roop (Straupe). Gross, Erwin, Pastor, geb. 24. September 1870. ord. 24. September 1895. 41. Pernigel (Leepupes mahz. m.). Scheinpflug, Theodor, Pastor, geb. 6. Mai 1862, ord. 19. November 1889. 42. Süd-Rujen (Deenaswidus-Ruhjenes mahz. m.). Baer, Karl, Pastor, geb. 6. Juni 1864, ord. 3. Nov. 1891. 43. Nord-Rujen (Seemela-Ruhjenes mahz m.). Ohsol, Jahn, Pastor, geb. 27. Juni 1876, ord. 2. Dez. 1912. 44. Lemsal (Limbaschu mahz. m.). Blumenbach, Hermann, Pastor, geb. 22. Sept. 1872, ord. 4. März 1901. 45. St. Katharinen (Katrines mahz. m.). Vakant. 46. Dickeln (Diklu mahz. m.). Scheuermann, August, Pastor, geb. 11. Febr. 1886, ord. 10. November 1913. 47. Salis (Leelsalazes mahz. m.). Schlau, Karl, Pastor und Propst, Dr. phil. geb. 10. Febr. 1851, ord. 5. Febr. 1878. 48. Papendorf (Rubenes mahz. m.). Vakant. 49. Ubbenorm (Umurgas mahz. m.). von Hirschheydt, Heinrich, Pastor, geb. 16. März 1855, ord. 6. Juni 1882. 50. Salisburg (Mas-Salazes mahz. m.). Grave, Friedrich, Pastor, geb. 22. Oktober 1868, ord. 21. Januar 1896. 51. Allendorf (Allojas mahz. m.). Guleke, Rudolf, Pastor, geb. 12. Juli 1868, ord. 26. Mai 1896. 52. St. Matthiä (Matischu mahz. m.). Tschischko, Ludwig, Pastor, geb. 18. Juni 1858, ord. 10. Januar 1893. 53. Burtneck (Burtneeku mahz. m.). Meyer, Reinhold, Pastor, geb. 13. November 1867 ord. 14. August 1894.
d) Propstei Wenden.
54. Neu-Pebalg (Jaun-Peebalgas mahz. m.). Ohsoling, Jakob, Pastor, geb. 6. Februar 1860, ord. 7. November 1893. 55. Wenden, deutsche Stadtgemeinde (Zehsis). Bergengrün, Herman, Pastor, geb. 8. Juni 1872, ord. 17. Febr. 1902. 56. Wenden, lettische Stadtgemeinde (Zehsis). Maldohn, Woldemar, Pastor, geb. 6. Juli 1870, ord. 17. Juni 1909. 57. Wenden, Landgemeinde (Zehsis). Apkaln, Peter, Pastor, geb. 28. September 1882, ord. 17. März 1913. 58. Laudohn (Laudohnes mahz. m.). Awoht, Karl, Pastor und Propst, geb. 21. September, 1859, ord. 29. Januar 1889. 59. Erlaa-Ogershof (Ehrglu un Ogeres mahz. m.). Stange, Ernst, Pastor, geb. 15. September 1877, ord. 1. April 1907. 60. Bersohn (Behrsones mahz. m.). Ramolin, Theodor, Pastor, geb. 10. Dezember 1867, ord. 6. Febr. 1900. 61. Lasdohn (Lasdones mahz. m.). Vakant. 62. Kalzenau-Fehteln(Kalzenawas-Weetoles mahz. m.). Needra, Andreews, Pastor, geb. 23. Januar 1871, ord. 5. Nov. 1906. 63. Lösern (Leeseres mahz. m.). Hinzenberg, Oskar, Pastor, geb. 17. Mai 1869, ord. 12. November 1900. 64. Serben-Drostenhof (Dsehrbenes-Drustes mahz. m.). Ohsoling, Heinrich, Pastor, geb. 25. Mai 1867, ord. 1. Oktober 1895. 65. Sesswegen (Zehswaines mahz. m.). Auning, Ernst, Pastor, geb. 6. Mai 1869, ord. 2. Juli 1895. 66. Schujen-Lodenhof (Skujenes-Lodes mahz. m.). Kaspar, Wilhelm, Pastor, geb. 3. Januar 1853, ord. 23. Dezember 1881. 67. Lubahn (Lubahnes mahz. m.). Woitkus, Arthur, Pastor, geb. 5. September 1878, ord. 16. Dezember 1907. 68. Alt-Pebalg (Wez-Peebalgas mahz. m.). Trutz, August, Pastor, geb. 4. Sept. 1872, ord. 17. März 1813. 69. Ronnenburg (Raunas mahz. m.). Jende, Adam, Pastor, geb. 6. Oktober 1861, ord. 1. August 1893. 70. Linden-Festen (Leepakalna mahz. m.). Vakant. 71. Arrasch (Ahraischi oder Wez-Zehsis). Baerent, Paul, Pastor, geb. 27. Oktober 1866, ord. 16. Mai 1893.
e) Propstei Walk.
72. Walk (Walka), deutsche und lettische Land- und Stadtgemeinde. Dietrich, Paul, Pastor, geb. 9 Febr. 1862, ord. 31. Juli 1888. 73. Walk, estnische St. Petri-Gemeinde. Wühner, Richard, Pastor, geb. 16. September 1872, ord. 28. September 1897. Blumenthal, Walter, Pastor-Vikar des Walkschen Sprengels, geb. 11. Dezember 1881, ord. 27. Juli 1914 74. Luhde (Lugaschu mahz. m.). Lange, Harald, Pastor, geb. 11. Oktober 1862, ord. 3. Juni 1890. 75. Marienburg-Seltinghof (Aluksnes-Seltinas mahz. m.). Gross, Edgar, Pastor, geb. 12. November 1873, ord. 5. Dezember 1899. Vakant ist Seltinghof und vikariet von Pastor Uhder in Aahof. 76. Wohlfahrt (Ehweles mahz. m.). Bosse, Heinrich, Pastor, geb. 6. September 1871, ord. 26. April 1898. 77. Adsel (Gaujenes mahz. m.). Adolphi, Heinrich, Pastor, geb. 9. Oktober 1852, ord. 30. Dezember 1879. 78. Palzmar-Serbigal (Palsmares mahz. m.). Berg, Eugen, Pastor, geb. 24. August 1855, ord. 8. September 1885. 79. Trikaten (Trikates mahz. m.). Schilling, Karl, Pastor und Propst, geb. 7. November 1845, ord. 27. September 1871. 80. Tirsen-Wellan (Tirses mahz. m.). Osoling, Nikolai, Pastor, geb. 20. Juli 1868, ord. 1. Juli 1897. 81. Schwaneburg (Gulbenes mahz. m.). Kundsin, Adolf, Pastor, geb. 6. Oktober 1865, ord. 6. Juni 1893. 82. Aahof (Lejas mahz. m.). Uhder, Konstantin, Pastor, geb. 19. Febr. 1870, ord. 20. April 1903. 83. Ermes (Ehrgemes mahz. m.). Krause, Otto, Pastor, geb. 18. Januar 1883, ord. 7. Februar 1910. 84. Oppekaln (Laizeene). Treu, Oskar, Pastor, geb. 13. Dez. 1870, ord. 15. Febr. 1898. 85. Smilten (Smiltene). Kundsin, Karl, Pastor, geb. 21. April 1850, ord. 25 März 1879.
f) Propstei Jurjeff.
86. Jurjeff, Universitätsgemeinde (Tartu Ülikooli kogudus). Hahn, Traugott, Dr. theol., Pastor und Professor der Theologie, geb 1. Febr. 1875, ord. 16. Mai 1899. 87. Jurjeff, St. Johannis (Tartu Jaani kogudus). Wittrock, Viktor, Oberpastor, geb. 6. Sept. 1869, ord. 8. Januar 1895. von Bulmerincq, Alexander, Dr. theol. Pastor-Adjunkt und Professor der Theologie, geb. 24. Mai 1868, ord. 11. Mai 1908. Schwartz, Wilhelm, Pastor-Diakonus, geb. 4. Nov. 1864, ord. 12. März 1889. Seesemann, Otto, Dr. phil., Mag. theol., Pastor der lettischen Gemeinde und Privatdozent an der theol. Fakultät, geb. 26. Aug. 1866, ord. 17. Aug. 1903. 88. Jurjeff, St. Petri (Tartu Peetri kogudus). Eisenschmidt, Wilhelm, Pastor, geb. 17. Dez. 1839, ord. 3. Mai 1870. Laur, Arnold, Pastor, geb. 21. Juli 1881, ord. 9. Juli 1911. 89. Jurjeff, St. Marien (Tartu Maarja kogudus). Vakant. 90. Jurjeff, St. Pauli. Habicht, Arnold, Pastor, geb. 17. Mai 1878, ord. 30. Sept. 1907. Raudkepp, Leopold, Adjunkt, geb. 4. März 1877, ord. 13. Juli 1914. Neppert, Hermann Alexander, Pastor-Stadtvikar, [geb. 10. April 1874 Lais], ord. 25. April 1899. [gest. 9. Oktober 1944 Argenau/Wartheland12] 91. St. Bartholomäi (Palamuse kihelk.). Westrén-Doll, August, Pastor, geb. 9. November 1882, ord. 10. Februar 1908. 92. Ecks (Äksi kih.). Greinert, Leberecht, Pastor und Propst, geb. 23. April 1860, ord. 25. März 1887. Funcke, Robert, Pastor-Vikar des Jurjeffschen Sprengels, geb. 17. April 1878, ord. 15. Juni 1914. 93. Koddafer-Allatzkiwi (Kodawere- ja Allatskiwi kihelkond). Mickwitz, Friedrich, Pastor, geb. 4. Juni 1878, ord. 17. Juli 1905. 94. Lais (Laiuse kih.). Корр, Johann, Pastor, geb. 28. Okt. 1874, ord. 6. Sept. 1909. 95. St. Marien-Magdalenen (Maarja-Magdaleena kih.) mit dem Filial St. Brigitten (Wara abikirik). Walther, Otto, Pastor, geb. 30. Dezember 1887, ord. 9. Aug. 1912. 96. Talkhof (Kursi kih.). Punga, Gustav, Pastor, geb. 9. Febr. 1860, ord. 15. Juni 1886. 97. Torma-Lohusu (Torma- ja Lohusuu kih.). Laas, Andreas, Pastor, geb. 27. Oktober 1863, ord. 14. Mai 1890. Nurm, Martin, Pastor-Adjunkt für Awinorm, geb. 28. Jan. 1870, ord. 2. Juli 1900.
g) Propstei Werro.
98. Kamby (Kambja kih.). Ederberg, Friedrich, Pastor, geb. 18. Juni 1859, ord. 23. Juni 1885. 99. Werro (Wõru linn). Martensen, Juri, Pastor, geb. 21. Oktober 1867, ord. 2. Juli 1900. 100. Karolen (Karula kih.). Wühner, Theodor, Pastor, geb. 13. Febr. 1868, ord. 31. Oktober 1893. 101. Anzen (Urwaste kih.). Stein, Alfred, Pastor, geb. 27. Aug. 1872, ord. 17. März 1902. 102. Odenpäh (Ottepää kih.). Schiele, Friedrich, Pastor, geb. 20. Dez. 1875, ord. 20. August 1904. 103. Rauge (Rõuge kih.). Hollmann, Franz, Pastor, geb. 22. Juli 1865, ord. 3. Nov. 1891. 104. Kannapäh (Kanapää kih.). von Falck, Johannes, Pastor und Propst, geb. 19. Mai 1859, ord. 18. Dez. 1883. 105. Harjel (Hargla kih.). Tiedemann, Julius, Pastor, geb. 29. Juni 1855, ord. 27. Juli 1886. 106. Randen (Rannu- ehk Wirtsjärwe kih.). Masing, Richard, Pastor, geb. 29. Juli 1861, ord. 8. Oktober 1895. 107. Ringen (Rõngu kih.). Hansen, Winfried, Pastor, geb. 26. Februar 1860, ord. 31. Mai 1887. 108. Neuhausen (Wastselinna kih.). Mahr, Eugen, Pastor, geb. 27. Feb. 1882, ord. 5. Juli 1909. 109. Rappin-Mehikorm (Räpina kih.). Schulze, Oskar, Pastor, geb. 22. Juni 1865, ord. 30 August 1892. 110. Kawalecht (Puhja kih.). Vakant. 111. Wendau (Wõnnu kih.). Treumann, Jaak, geb. 27. Februar 1881, ord. 12. Dezember 1910. 112. Pölwe (Põlwa kih.). Schwartz, Christoph, Pastor, geb. 27. August 1869, ord. 10. Oktober 1899. 113. Sagnitz oder Theal-Fölk (Sangaste- ja Laatre kih). Hesse, Albert, Pastor, geb. 5. Mai 1869, ord. 3. Dez. 1896. 114. Nüggen (Nõo kih.). Lipp, Martin, Pastor, geb. 2. April 1854, ord. 9. März 1880.
h) Propstei Pernau.
115. Pernau, St. Nikolai, deutsche Gemeinde (Pärnu linn, Pernawa). Bielenstein, Emil, Oberpastor, geb. 16. März 1858, ord. 15. Dezember 1885. 116. Pernau, St. Elisabeth, estnische Gemeinde. Hasselblatt, Johannes, Pastor, geb. 22. September 1861, ord. 20. März 1888. 117. Karkus (Karkuse kih.). Masing, Benedikt, Pastor, geb. 9. Mai 1884, ord. 12. Dezember 1912. 118. Audern (Audre kih.). Oebius, Alfred, Pastor, geb. 4. Dezember 1873, ord. 24. Januar 1899. 119. Testama-Kühno. Hahl, Immanuel, Pastor, geb. 27. Februar 1868, ord. 29. Juni 1897. 120. Fennern (Wändra kih.). Nuudi, Johannes, Pastor, geb. 18. Januar 1867, ord. 18. April 1894. 121. Saara (Saarde kih.). Matthisson, Adalbert, Pastor, geb. 5. Juli 1866, ord. 19. Oktober 1893. 122. St. Jakobi und Kerkau (Jaakobi-Kurgu kih.). Schultz, Woldemar, Pastor und Propst, geb. 23. Dezember 1864, ord. 1. März 1892. 123. Torgel (Tori kih.). Reitag, Johann, Pastor, geb. 17. August 1876, ord. 7. März 1904. Walcker, Theodor, Pastor-Adjunkt, geb. 7. Mai 1871, ord. 23. September 1899. 124. Gudmannsbach-Tackerort (Häädemeeste Tahkuranna kih.). Jaesche, Ernst, Pastor, geb. 30. September 1867, ord. 5. September 1899. 125. Hallist (Hailiste kih.). von Dehn, Erwin, Pastor, geb. 23. April 1862, ord. 29. Oktober 1889. 126. St. Michaelis in Soontak (Mihkli kih.). Aunwerdt, Johannes, Pastor, geb. 7. April 1889, ord. 15. Dezember 1913. Wühner, Hugo, Pastor, Sprengelsvikar, geb. 25. Juni 1877, ord. 10. August 1908.
i) Propstei Fellin.
127. Fellin, Landgemeinde (Wiljandi kih.). Lattik, Jaan, Pastor, geb. 1. Oktober, 1878, ord. 29. November 1909. 128. Koppo (Кõрро kih.). Tischler, Johann, Pastor, geb. 1. November 1855, ord. 13. März 1891. 129. Fellin, St. Johannis Stadtgemeinde (Wiljandi linna kogudus). von Mickwitz, Ernst, Pastor, geb. 4. Mai 1855, ord. 3. Juni 1879. 130. Tarwast (Tarwastu kih.). Jürmann, Michael, Pastor und Propst, geb. 6. Januar 1853, ord. 18. September 1877. 131. Paistel (Paistu kih.). Bergmann, Johannes, Pastor, geb. 17. Dezember 1856, ord. 25. September 1883. 132. Helmet-Wagenküll (Helme-Taagepära). Koik, Georg, Pastor, geb. 24. Dezember 1855, ord. 25. September 1883. 133. Oberpahlen (Põ ltsama kih.). Rennil, Johannes, Pastor, geb. 23. Juli 1862, ord. 29. November 1887. 134. Pillistfer (Pilistwere kih.). Steinberg, Bernhard, Pastor, geb. 3. März 1872, ord. 3. August 1903. 135. Gross-St. Johannis (Suure-Jaani kih.). Rosenberg, Georg, Pastor, geb. 8. Oktober 1870, ord. 9. März 1897. 136. Klein-St. Johannis (Kolga-Jaani kih.). Reiman, Wilhelm, Pastor, geb. 25. Februar 1861, ord. 27. März 1888. Ustal, Johannes, Pastor, Sprengels-Vikar, geb. 9. April 1880, ord. 30. Dezember 1912.
j) Propstei Oesel.
137. Arensburg (Kuresaare linn). von Blossfeldt, Eugen, Oberpastor, geb. 15. Februar 1863, ord. 29. Mai 1888. von Rickhoff, Harald, Pastor-Diak. geb. 27. April 1868, ord. 11. April 1893. 138. Anseküll (Ansekula kih.). Greinert, Adolf, Pastor, geb. 27. September, 1857, ord. 5. Januar 1887. 139. Karmel (Kaarma kih.). Vakant. 140. Jamma. Walter, Johannes, Pastor und Propst, geb. 24. Juni 1860, ord. 13. Juli 1886. 141. St. Johannis (Jaani kih.). Wird vom Pastor zu Peude bedient. 142. Karris (Karja kih.). Wöhrmann, Karl, Pastor, geb. 19. Juli 1864, ord. 20. Dezember 1892. 143. Kergel (Kerla kih.). Oehrn, Gustav, Pastor, geb. 13. Dezember 1884, ord. 13. November 1911. 144. Kielkond (Kihelkonna kih.). Maehle, Hermann, Pastor, geb. 31. Oktober 1881, ord. 26. April 1909. 145. Mustel (Mustjala kih.). Eberhard, August, Pastor, geb. 6. Mai 1856, ord. 7. September 1880. 146. Mohn (Muhu kih.). Meeri, Joseph, Pastor, geb. 4. Februar 1870, ord. 15. Februar 1904. 147. Peude (Põide kih.). Lieberg, Herbert, Pastor, geb. 30. Dezember, ord. 27. April 1914. 148. Pyha (Püha kih.). Vakant. 149. Wolde (Waljala kih.). Pundt, Gustav, Pastor, geb. 15. März 1872, ord. 1. November 1898.
V. Der Estländische Konsistorial-Bezirk.
Konsistorium.
Präsident: Landrat Alfred Baron Rosen-Wichterpal. Vize-Präsident: von Lemm, Daniel, Generalsuperintendent. Weltlicher Assessor: von Weiss, Alexander. von Samson, Ernst, Sekretär des Adeligen Waisengerichts. Geistlicher Assessor: von zur Mühlen, Konrad, Pastor an St. Nikolai in Reval. Krause, Max, Pastor zu Maholm. Sekretär und Translateur: von Bodisco, Roman. Stellv. Notar: von Bodisco, Roman.
A. Kirchspiele, welche unmittelbar unter dem Konsistorium stehen.
1. Reval, Ritter- und Dom-Kirche. von Lemm, Daniel, Generalsuperintendent und Ober-Pastor, geb. 6. November 1845, ord. 25. Dezember 1871. von Winkler, Rudolf, Pastor, geb. 13. September 1855, ord. 4. Juli 1882. 2. Reval, St. Olai. Hahn, Traugott, Pastor, geb. 3. August 1848, ord. 19. Dezember 1871. Hörschelmann, Paul, Pastor, geb. 29. Dezember 1866, ord. 31. Oktober 1893. Sielmann, Woldemar, Pastor-Diakonus, geb. 23. März 1875, ord. 25. November 1901. 3. Reval, St. Nikolai. von zur Mühlen, Konrad, Pastor, geb. 25. Februar 1868, ord. 29. Mai 1894. Undritz, Oskar, Pastor, geb. 18. September 1864, ord. 12. Februar 1895. 4. Reval, St. Michaelis. Sonck, Arno, Pastor, geb. 4. Februar, 1887, ord. 24 Mai 1907. 5. Reval, St. Johannis. Assmuth, Alexander, Pastor, geb. 28. April 1845, ord. 8. November 1870. Grohmann, William, Pastor, geb. 15. Juli 1862, ord. 18. August 1891. Hasselblatt, Bruno, Pastor-Adjunkt, geb. 7. November 1886, ord. 24. Juni 1912. 6. Reval, Zum heiligen Geist. Wieckmann, Friedrich, Pastor, geb. 4. Februar 1865, ord. 1. November 1892. Mendelson, Reinhold, Gefängnisprediger geb. 24. Januar 1880, ord. 5. Oktober 1908. 7. Reval, Diakonissenanstalt. Walther, Paul, Pastor und Rektor der Anstalt, geb. 26. Dezember 1872, ord. 8. Juni 1897. 8. Reval, Dom-Karls-Gemeinde. Kapp, Alexander, Pastor, geb. 24. Juni 1874, ord. 29. Februar 1904. Hurt, Rudolf, Pastor, geb. 18 November 1874, ord. 8. Dezember 1902. 9. Reval, St. Paulus. Mohrfeldt, Alexander, Pastor, geb. 14. Januar 1857, ord. 25. Mai 1886.
В. Kirchspiele in den Propsteien.
a) Propstei Ost-Harrien.
10. Jegeleht (Jõ elehtme kih.). Tomberg, Oskar, Pastor, geb. 23. Oktober 1866, ord. 3. Februar 1891. 11. St. Jürgens (Jüri kih.). Keerig, Johannes, Pastor, geb. 18. Oktober 1868, ord. 6. Dezember 1898. 12. St. Johannis in Harrien (Harju-Jaani kih.). Küssner, Arnold, Pastor, geb. 6. März 1882, ord. 20. Februar 1911. 13. Kosch (Kose kih.). Pold, Harald, Pastor, geb. 4. November 1874, ord. 14. August 1905. 14. Kusal (Kuusalu kih.). Luther, Ralf, Pastor, geb. 23. Juni 1887, ordiniert 7. Oktober 1912. 15. Jörden (Juuru kih.). Brasche, Christfried, Pastor, geb. 10. Juni 1875, ord. 26. August 1901.
b) Propstei West-Harrien.
16. Rappel (Rapla kih.). Liiw, Joseph, Pastor, geb. 22. April 1870, ord. 8. Februar 1904. 17. Kegel (Keila kih.). Kukk, Jakob, Pastor, geb. 28. August 1870, ord. 6. Januar 1899. 18. Haggers (Hageri kih.). Thomson, Konstantin, Pastor und Propst, geb. 27. November 1865, ord. 2. Dezember 1890. 19. Nissi (Nissi kih.). Bruhns, Emil, Pastor, geb. 13. Februar 1843, ord. 23. November 1869. 20. St. Matthias (Madise kih.). Brasche, Johannes, Pastor, geb. 9. Januar 1875, ord. 11. Juni 1906. 21. Kreuz (Risti kih). Hahn, Hugo, Pastor, geb. 22. September 1886, ord. 14. November 1910. 22. Baltischport (Baldiski linn). Hörschelmann, Konstantin, Pastor, geb. 27. Februar 1863, ord. 31. Mai 1887.
с) Propstei Allentacken.
23. Maholm (Nigula kih.). Krause, Max, geb. 26. Juli 1862, ord. 6. März 1888. 24. Jewe (Jõhwi kih.). Hesse, Karl, Pastor, geb. 13. Juli 1875, ord. 30. Mai 1904. 25. Luggenhusen (Lüganuse kih.). Walther, Ferdinand, Pastor und Propst, geb. 12. Dezember 1857, ord. 28. Februar 1882. 26. Waiwara (Waiwara kih.). Frese, Eduard, Pastor, geb. 19. November 1871, ord. 13. September 1898. Jalajas, Jakob, Pastor-Adj. für Joachimsthal, geb. 19. November 1869, ord. 26. Oktober 1897. Schmid, Julius, Pastor-Adj. für Hungerburg, geb. 4. November 1866, ord. 10. Dezember 1895. 27. Isaak (Iisaku kih.). Intelmann, Albert, Pastor, geb. 12. Februar 1859, ord. 29. Dezember 1885.
d) Propstei Wierland.
28. Wesenberg (Rakwere kih.). Palion, Leonhard, Pastor primarius, geb. 3. August 1859, ord. 20. Januar 1885. Paucker, Walther, Pastor secundarius, geb. 7. Marz 1878, ord. 1. April 1907. 29. St. Simonis (Siimuna kih.). Paucker, Eduard, Pastor und Propst, geb. 12. Januar 1843, ord. 15. September 1868. 30. St. Katharinen (Kadrina kih.). Eberhard, Johannes, Pastor, geb. 28. August 1887, ord. 8. September 1913. 31. St. Jakobi (Jakobi kih.). Hoffmann, Arthur, Pastor, geb. 2. November 1870, ord. 24. Juni 1897. 32. Klein St. Marien (Weike-Maarja kih.). Eberhard, Paul, Pastor, geb. 28. Dezember 1865, ord. 3. November 1891. 33. Haljal (Haljala kih.). Vakant.
e) Propstei Jerwen.
34. St. Marien-Magdalenen (Koeru kih.). Haller, Adolf, Pastor, geb. 22. Mai 1867, ord. 18. Ok-tober 1892. 35. St. Johannis in Jerwen (Järwa-Jaani kih.). Rosenstein, Arved, Pastor, geb. 6. Januar 1875, ord. 1. Dezember 1902. 36. Ampel (Ambla kih.). Willberg, Johannes, Pastor, geb. 9. Dezember 1863, ord. 11. Dezember 1888. 37. St. Matthäi (Järwa-Madise kih.). Wieckmann, Arnold, Pastor, geb. 30. August 1877, ord. 11. Mai 1908. 38. St. Petri (Petri kih.). Bruhns, Oskar, Pastor, geb. 18. März 1881, ord. 21. Januar 1907. 39. Turgel (Türi kih.). Speer, Viktor, Pastor, geb. 17. Oktober 1875, ord. 28. Juli 1902. 40. Weissenstein (Paide kih.). Rall, Karl, Pastor und Propst, geb. 25. November 1859, ord. 15. Juni 1886.
f) Propstei Land-Wieck.
41. Goldenbeck (Kullamaa kih.). Brasche, Arved, Pastor, geb. 9. Januar 1878, ord. 14. Mai 1902. 42. Merjama (Märjamaa kih.). Meder, Oskar, geb. 24. Februar 1885, ord. 14. Nov. 1910. St. Michaelis in Soontak (in Estland und Livland). Auuwerdt, Johannes, Pastor, geb. 7. April 1889, ord. 15. Dezember 1913. 43. Fickel (Wigala kih.). von Busch, Maximilian, Pastor, geb. 12. Juni 1870, ord. 1. Nov. 1898. 44. Leal (Lihula kih.). von Pezold, Wilhelm, Pastor und Propst, geb. 26. Juni 1863, ord. 23. September 1890.
g) Propstei Strand-Wieck.
45. Hanehl (Hanila kih.). von Nerling, Wilhelm, Pastor, geb. 9. Febr. 1881, ord. 16. August 1909. 46. Pönal (Nigula kih., Läänemaal). Michelson, Karl, Pastor, geb. 1. September 1836, ord. 7. Februar 1871. 47. Karusen (Karuse kih.). Rinne, Immanuel, Pastor und dimittierter Propst, geb. 9. Nov. 1854, ord. 27. Januar 1880. 48. Hapsal (Haapsalu kih.). von zur Mühlen, Ralf, Pastor, geb. 14. Oktober 1873, ord. 1. Oktober 1900. 49. St. Martens (Martina kih.). Haller, Gustav, Pastor, geb. 22. April 1871, ord. 30. März 1897. 50. Röthel (Ridala kih.). Matthey, Gustav, Pastor, geb. 4. Januar 1871, ord. 13. September 1898.
h) Propstei Insular-Wieck.
51. Nukkö (Noarootsi kih.). Sevelius, Oskar, Pastor, geb. 15. Januar 1873, ord. 9. Juni 1897. 52. Roicks (Reiki kih.). Hirschhausen, Richard, Pastor, geb. 30. Juni 1858, ord. 14. Oktober 1884. 53. Keinis (Keina kih.). Plath, Paul, Pastor und Propst, geb. 27. April 1865, ord. 27. Mai 1890. 54. Pühalep (Pühaleppa kih.). Malm, Karl, Pastor, geb. 19. Mai 1877, ord. 8. Jan. 1906. 55. Wormsö (Wormsi kih.). Melin, Vaino, Pastor, geb. 14. März 1874, ord. 9. Juni 1897. 56. Emmast (Emmaste kih.). Embeck, Theodor, Pastor, geb. 28. Januar 1859, ord. 4. Juni 1889. 57. Pfarrvikariat. Hoffmann, Friedrich, geb. 28. Januar 1884, ord. 26. Mai 1914.
VI. Der Warschauer Konsistorialbezirk.
Konsistorium.
Präsident: von der Ropp, Baron Theodor, Geheimrat. Vize-Präsident: Bursche, Julius, Generalsuperintendent. Weltliche Mitglieder: von Peetz, Konstantin, Wirklicher Staatsrat. von Harten, Karl, Staatsrat. Geistliche Mitglieder: Gundlach, Rudolf, Pastor prim. der Lodzer St. Trinitatis Gemeinde. Holtz, Edmund, Rektor des Hauses der Barmherzigkeit in Lodz. Kanzlei-Chef: Mücke, Samuel, Kollegienrat. Sekretär: Saenger, Kasimir, Kollegienassessor. Archivar: mietweise besetzt. Journalist: Schurig, Apolinar, Gouv.-Sekr. Aelterer Kanzelist: mietweise besetzt. Jüngerer Kanzelist: mietweise besetzt.
Konsistorial-Geriсht.
Der Präsident und die Mitglieder des Konsistoriums. Prokureur: Fedorow, Alexius, Staatsrat. Schriftführer: Vakant.
A. Warschauer Diöcese.
1. Warschau. Bursche, Julius, Pastor primarius und Generalsuperintendent, geb. 7./19. Sept. 1862, ord. 18./30. November 1884. Loth, August, Pastor secundarius, geb. 31. Mai (12. Juni) 1869, ord. 15./27. November 1892. Rüger, Mieczislaw, Pastor-Diakonus, geb. 7./20. August 1879, ord. 29. Okt. (11. Nov.) 1906. Schroeter, Adolf, Wochenprediger und Religionslehrer, geb. 29. März (10. April) 1857, ord. 8./20. Mai 1883. Gloeh, Felix, Hilfsprediger, geb. 8./20. Nov. 1885, ord. 8./21. September 1913. Reinschüssel, Amandus, Militärprediger des Warschauer Militärbezirks, geb. 3. Juni 1860, ord. 14. Dez. 1886. 2. Cholm. Vakant, zeitweilig administriert von Superintendent und Pastor Alexander Schöneich in Lublin. Lewandowski, Lucjan, Hilfsprediger, ord. 20. Januar (2. Februar) 1913. 3. Lowitsch und das Filial Kutno. Bursche, Edmund, Pastor, geb. 5 /17. Juli 1881, ord. 28. Januar (10. Februar) 1907. 4. Lublin und das Filial Konska-Wola. Schöneich, Alexander, Pastor und Superintendent der Warschauer Diöcese, geb. 24. Januar (9. Febr.) 1861, ord. 16./28. Februar 1886. 5. Nowydwor. Ernst, Oskar, Pastor, geb. 17./29. Januar 1872, ord. 29. November (11. Dezember) 1898. 6. Pilica. Tochtermann, Gustav, Pastor, geb. 11./23. August 1872, ord. 5./17. Mai 1896. 7. Radom und die Filiale Jawor und Kozienice. Tochtermann, Heinrich, Pastor, geb. 20. Januar (1. Februar) 1864, ord. 27. März (8. April) 1888. 8. Radzymin. Noch nicht besetzt gewesen, administriert von Pastor Ernst in Nowydwor. 9. Rawa und das Filial Blendow. Die Gemeinde administriert von Pastor Bursche in Lowicz und das Filial von Pastor Wosch in Zyrardow. 10. Stara-Iwitschna. Noch nicht besetzt gewesen, administriert von Pastor Tochtermann in Pilica. 11. Wengrow und das Filial Sadoles. Vakant, zeitweilig administriert von Pastor Mikulski in Lomza und das Filial von Pastor-Diakonus Rüger in Warschau. 12. Wiskitki-Їyrardow und das Filial Karolew. Wosch, Hugo, Pastor, geb. 27. Oktober (9. Novem-ber) 1870, ord. 12./24. März 1895.
B. Kalischer Diöcese.
13. Babiak und das Filial Izbica. Administriert von Pastor Paschke in Kolo. 14. Chodecz. Paschke, Alexander, Pastor, geb. 2./14. Juni 1875, ord. 28. Mai (10 Juni) 1906. 15. Dombie. Rutkowski, Anton, Pastor, geb. 30. Januar (11. Februar) 1865, ord. 14./26. Mai 1889. 16. Grodziec. Base, Rudolf, Pastor, Superintendent der Diöcese, geb. 18./30. August 1871, ord. 25. Oktober (6. November) 1898. 17. Kalisch. Wende, Eduard, Pastor, geb. 5./17. Dezember 1874, ord. 12./25. März 1900. 18. Kolo (Filial). Paschke, Richard, Pastor-Administrator, geb. 20. Mai (1. Juni) 1878, ord. 11./24. Juni 1900. 19. Konin und das Filial Maslaki. Henkel, Karl, Pastor, geb. 22. September (4. Okto-ber) 1841, ord. 4./16. Juni 1867. 20. Prażuchy. Friedenberg, Gustav, Pastor, geb. 14./26. Dezember 1882, ord. 1/14. März 1909. 21. Przedecz. Buschmann, Ferdinand, Pastor, geb. 24. Juli (5. August) 1857, ord. 14./26. November 1892. 22. Sobiesenki. Mergel, Ferdinand, Pastor-Administrator, geb. 14./26. Oktober 1877, ord. 31. Oktober (13. Nov.) 1904. 23. Sompolno. Bierschenk, Alexander, Pastor-Administrator, geb. 5./17. Januar 1875, ord. 31. März (13. April) 1893. 24. Stawiszyn und das Filial Josefow. Tietz, Georg, Pastor-Administrator, geb. 3./15. Juli 1888, ord. 23. September (6. Okt.) 1912. 25. Turek. Sachs, Leo, Pastor, geb. 15./27. Oktober 1877, ord. 31. März (13. April) 1901. 26. Wielun. Haefke, Robert, Pastor, geb. 21. Oktober (2. Novem-ber) 1868, ord. 21. November (3. Dez.) 1893. 27. Wladislawow. Administriert von Pastor Sachs in Turek. 28. Zagуrow und das Filial Lissewo-Peisern. Administriert von Superintendent Buse in Grodziec. 29. Zdunska-Wola und das Filial Lask. Manitius, Gustav, Pastor, geb. 26. Januar (7. Febr.) 1880, ord. 28. Januar (10. Febr.) 1907.
С. Petrikauer Diöcese.
30. Alexandrow und das Filial Huta-Bardzinska. Buse, Julius, Pastor, geb. 26. Mai (7. Juni) 1880, ord. 28. Januar (10. Februar) 1907. 31. Belchatow und das Filial Pozdzienice. Behse, Ernst, Pastor, geb. L/14. Dezember 1858. ord. 27. August (8. September) 1889. 32. Brzeziny. Wannagat, Albert, Pastor, geb. 25. Juli (7. August) 1874, ord. 18. September (1. Oktober) 1905. 33. Czenstochau. Wojak, Leopold, Pastor, geb. 3./15. April 1867, ord. 13./25. Oktober 1891. 34. Kielce und die Filiale Pilica und Dombrowa. Wernitz, Wladislaus, Pastor, geb. 21. September (3. Oktober) 1860, ord. 8./20. Mai 1883. 35. Kleszczow und das Filial Dziepulć. Vakant, administriert von Pastor Behse in Belchatow. 36. Konstantinow und das Filial Poddembice. Schmidt, Leopold, Pastor, geb. 29. Mai (10. Juni) 1872, ord. 3./16. Dezember 1900. 37. Lodz, St. Trinitatis-Gemeinde. Gundlach, Rudolf, Pastor primarius, Konsistorialrat, geb. 9./21. Juni 1850, ord. 6./18. April 1875. Hadrian, Paul, Pastor secundarius, geb. 29. Mai (10. Juni) 1868, ord. 17./29. Mai 1892. Krenz, Otto, Hilfsprediger, ord. 4./17. Mai 1914. Fauerholdt, Ironius, Pastor-Adjunkt, geb. 22. Januar (3. Februar) 1877, ord. 12./25. September 1906. 38. Lodz, St. Johannis-Gemeinde. Angerstein, Wilhelm, Oberpastor und Superintendent, geb. 10./22. Febr. 1848, ord. 17./29. Nov. 1874. Dietrich, Julius, Pastor secundarius, geb. 18./30. Juli 1875, ord. 29. November (11. Dezember) 1898. Patzer, Theodor, Pastor-Diakonus, geb. 5./17. Febr. 1882, ord. l ./14. Marz 1909. Wentzel, Edmund, Hilfsprediger, geb. 14./26. Jan. 1885, ord. 28. April (11. Mai) 1913. Löffler, Adolf, Hilfsprediger, ord. 4./17. Mai 1914. 39. Nowosolna. Geister, Leonhard, Pastor, geb. 25. Oktober (9. Nov.) 1877, ord. 28. Januar (10. Febr.) 1907. 40. Ozorkow und das Filial Lenczyca. Rondthaler, Adolf, Pastor, geb. 26. Dezember 1874 (7. Januar 1875), ord. 15./28. Dezember 1902. 41. Pabianice. Schmidt, Rudolf, Pastor, geb. 14./26. Dezember 1861, ord. 12./24. April 1887. 42. Petrikau und das Filial Kamocin. Vakant. Administriert von Pastor Wojak in Czenstochau. 43. Tomaszow. May, Leo, Pastor, geb. 18. April (1. Mai) 1874, ord. 13./25. Oktober 1891. 44. Zgierz. Serini, Karl, Pastor, geb. 9./21. März 1875, ord. 9./21. Mai 1899. 45. Sosnowice. Uthke, Ernst, Hausprediger, geb. 17./19. Juni 1857, ord. 13./25. Mai 1884.
D. Plotzker Diöcese.
46. Gombin. Kunzmann Theodor, Pastor und Superintendent der Plotzker Dicese, geb. 24. November (6. Dezember) 1851, ord. 6./18. April 1875. 47. Gostynin. Schmidt, Filip, Pastor, geb. 1/13. März 1868, ord. 21. November, (3. Dezember) 1893. 48. Ilow. Buse, Johann, Pastor, geb. 24. Mai (5. Juni) 1859, ord. 17./29. Oktober 1882. 49. Lipno. Michelis, Sigismund, Pastor, geb. 20. Februar (4. März) 1890, ord. 25. November 1912. 50. Michalki-Rypin. Gundlach, Robert, Pastor, geb. 5./17. Oktober 1871, ord. 23. November (5. Dezember) 1897. 51. Nieszawa. Noch nicht besetzt gewesen, administriert von Pastor Filtzer in Wloclawek. 52. Nowawieś. Noch nicht besetzt gewesen, administriert von Pastor Schmidt in Gostynin 53. Ossówka. Vakant, administriert von Pastor Michelis in Lipno. 54. Plotzk und das Filial Dobrzyn. Süss, Adolf, Pastor-Administrator, geb. 17./29. Mai 1887, ord. 1./14. April 1912. 55. Przasnyz und die Filiale Lipiny und Mlawa. Vakant. Administriert von Pastor Ernst in Nowy-Dwór. 56. Sierpc. Zeitweilig administriert von Pastor Robert Gundlach in Michalki. 57. Wloclawek. Filtzer, Ernst, Pastor, geb. 13./25. Oktober 1866, ord. 18./30. November 1890. 58. Wyszogrod und die Filiale Plonsk und Secymin. Vakant, zeitweilig administriert von Pastor Süss in Plotzk und das Filial Secymin von Pastor Ernst in Nowydwor.
E. Augustowsche Diöcese.
59. Godlewo und das Filial Preny. Die Gemeinde administriert von Pastor Sroka in Szaki, das Filial von Pastor Eichelberger in Mariampol. 60. Gross-Paproc. Administriert von Pastor Mikulski in Lomsha. 61. Lomsha und das Filial Szczuczyn. Mikulski, Kaspar, Pastor, geb. l./13. Januar 1840 ord. 15./27. Marz 1881. 62. Mariampol und die Filiale Wolkowischki, Kalwarya und Sereje. Eichelberger, Emil, Pastor, geb. 14./26. Juni 1865, ord. 14./26. Mai 1889. 63. Pultusk und das Filial Nasielsk. Falzmann, Alexander, Pastor-Administrator, geb. 12./24. Aug. 1887, ord. 25. Nov. (8. Dez.) 1912. 64. Suwalki und die Filiale Augustow und Seiny. Loppe, Siegfried, Pastor, geb. 6./18. August 1883, ord. 6./19. März 1911. 65. Szaki und das Filial Sudargi. Sroka, Heinrich, Pastor und Superintendent, geb. 4./16. Juli 1858, ord. 18./30. November 1884. 66. Wierzbolow und das Filial Wladislawow. Moczulski, Karl, Pastor, geb. 9./21. Oktober 1866, ord. 22. August (3. September) 1893. 67. Wiїajny und das Filial Wisztyniec. Vakant, die Gemeinde administriert von Pastor Loppe in Suwalki, das Filial von Pastor Moczulski in Wierzbolow.
VII. Die Ev.-Luth. Kolonialgemeinden in Grusien.
1. Elisabeththal. Vakant. 2. Marienfeld. Stoll, Karl, Pastor, geb. 18. Januar 1860, ord. 6 März 1905. 3. Katharinenfeld. Heinzelmann, Heinrich, Oberpastor der evang.-luth. Kolonien in Grusien, geb. 7. Januar 1865, ord. 27. September 1891. [wohnte 1920 in Hameln a.W.] 4. Helenendorf. Engelhardt, Baron Woldemar, Pastor, geb. 27. Mai 1872, ord. 28. Februar 1899. 5. Alexandershilf. Vakant. 6. Annenfeld-Georgijewskoje. Wuchrer, Samuel, geb. 4. Dez. 1887, ord. 27 Oktober 1913. [wurde am 13. August 1919 auf dem Weg nach Eigenfeld zusammen mit einer zwölfköpfigen Trauergesellschaft von einer Tatarenbande überfallen und erschossen] 7. Alexandersdorf. Vakant und wird vikariert von Pastor Mayer in Tiflis.
Veränderung.
I. Der St. Petersburgische Konsistorialbezirk.
№ 5: Karvanen, Johannes, Pastor-Adj. ist zu streichen und an dessen Stelle zu setzen Malin, Nils, Pastor, geb. 21. Okt. 1871, ord. 16. Juni 1897. № 7 ist zu streichen Adamson, Jaan, Pastor, und statt dessen zu setzen: Stockholm, Friedrich, Pastor-Vikar, geb. 19. Sept. 1884, ord. 22. Jan. 1912. № 28 ist vakant zu streichen und statt dessen zu setzen Adamson, Jaan, Pastor-Vikar, geb. 24. Nov. 1865, ord. 16. Januar 1905. № 58: Lapping, Karl, Pastor ist zu streichen. Die Pfarre ist Vakant.
II. Der Moskausche Konsistorialbezirk.
№ 46 ist stellvertr. Propst zu streichen. №. 54 ist hinzuzufügen: und Propst.
IV. Der Livländische Konsistorialbezirk.
№ 132 ist als verstorben zu streichen Koik, Georg, Pastor, und statt dessen zu setzen Vakant.
VI. Der Warschauer Konsistorialbezirk.
№ 4 ist hinzuzufügen: Deiter, Julian, Hilfsprediger, geb. 21. Okt. (2. Nov.), ord. 28. April (11. Mai) 1913.
DIE EVANGELISCH-REFORMIERTE KIRCHE IN RUSSLAND. 1914.
Reformierte Sitzung bei dem Ev.-Luth. General-Konsistorium
Präsident: Baron Uexküll von Gyldenband, Julius, Staatssekretar, Wirkl. Geheimrat. Weltliche Mitglieder: Rabeneck, Ludwig, erbl. Ehrenbürger. Das geistliche Mitglied wird bei Berufung der Sitzung jedesmal besonders ernannt. I. Die reformierte Sitzung des Petrograder Ev.-Luth. Konsistoriums
Ausser dem Präsidenten den weltlichen Beisitzern und dem Sekretär des Ev.-Luth. Konsistoriums, sind noch weltliche Beisitzer: Devrient, Alfred, Schweizer Bürger und Goetz, Konrad, Hofrat, Börsennotar; geistliche Beisitzer: die Pastore Gelderblom und Vittoz.
1. Petrograd, deutsch-reformierte Gemeinde. Gelderblom, Ernst, Pastor, Dr. philos., geb. 14. April 1861, ord. 11. Januar 1887. 2. Petrograd, französisch-reformierte Gemeinde. Vittoz, Jean, Pastor, geb. 13. August 1872, ord. im Oktober 1897. 3. Odessa. Kornmann, Wilhelm, Pastor, geb. 5. April 1854 [Alsace], ord. 17. Juni 1877, [gest. 30.Dezember 1917 Odessa]
Signatur Kornmanns im KB Schabo 1900
4. Rohrbach mit dem Filial Worms (Gouv. Cherson). Schalinsky, Max, Pastor-Vikar, geb. 8. Juni 1882, ord. 21. Juni 1908. 5. Neudorf mit den Filialen Glücksthal und Kassel (Gouv. Cherson). Vakant und wird vikariert von Pastor Kornmann in Odessa. 6. Chabag. Vakant und wird vikariert von Pastor Kornmann in Odessa.
II. Die reformierte Sitzung des Moskovischen Ev.-Luth. Konsistoriums.
Präsident, weltlicher Beisitzer und Sekretär dieselben wie im Ev.-Luth. Konsistorium. Geistlicher Beisitzer: Brüschweiler, Paul, Pastor. Moskau. Brüschweiler, Paul, Pastor, geb. 21. Februar 1870, ord. 5. November 1893.
III. Die reformierte Sitzung des Livländischen Ev.-Luth. Konsistoriums.
Präsident, weltliche Beisitzer und Sekretär dieselben wie im Ev.-Luth. Konsistorium. Ausserdem Hoff, Alexander, Rechtsanwalt. Geistlicher Beisitzer: Geist, Alfred, Pastor. Riga. Geist, Alfred, Pastor, geb. 28. November 1863, ord. 27. November 1887.
IV. Die reformierte Sitzung des Kurländischen Ev.-Luth Konsistoriums.
Präsident: von Meerscheidt-Hüllessen, Baron, Viktor. Weltlicher Beisitzer: Cruse, Alexander, Direktor der Städt. Sparkasse in Mitau. Geistlicher Beisitzer: Barnehl, Friedrich, Pastor. Sekretär: von Behr, Baron, Theodor.
1. Mitau. Barnehl, Friedrich, Pastor, geb. 13. April 1871, ord. 10. Januar 1899. 2. Libau. Vakant und wird von Mitau aus bedient.
V. Der Bezirk der Wilnaschen Evangelisch-Reformierten Synode.
Wilnasches Evangelisch-Reformiertes Kollegium.
Präsident: Wojnicz, Dr., Alexander, Staatsrat. Vize-Präsident: Jastrzembski, Michael, Superintendent des Wilnaschen Distrikts. Geistliche Mitglieder: 1) General-Superintendent und Superintendent des Samogitischen Distrikts Mieszkowski, Wilhelm. 2) Szepetis, Johann, Pastor zu Radziwilischki. 3) von Kurnatowski, Konstantin, Dr. phil., Pastor zu Wilna. Weltliche Mitglieder: 1) Woyde, Alexander, Ingen. 2) Iżycki-Herman, Bronislaus. 3) Przyłuski, Leon. Generalsekretär: Aramowicz, Joseph, Koll. Assessor. Protokollist: Vakant. Registrator: Karas, Peter.
a) Wilnascher Distrikt.
1. Wilna. Jastrzembski, Michael, Pastor und Superintendent des Wilnaschen Distrikts, geb. 29. September 1859, ord. 7. Juli 1889. von Kurnatowski, Konstantin, Dr. phil, Pastor, geb. 28. März 1878, ord. 11. August 1902. 2. Kielmy. Von Wilna aus bedient. 3. Keidany. Von Wilna aus bedient. 4. Dziewaltow (Gouv. Kowno). Von Birsen aus bedient. 5. Koydanow (Gouv. Minsk). Von Wilna aus bedient. 6. Ostaszin (Gouv. Minsk). Von Wilna aus bedient. 7. Czeski Boratyn, 8. Kupitschew und 9. Michailowka (Gouv. Wolhynien). Alle drei Orte von Wilna aus bedient. 10. Slutzk. Kurnatowski, Felician, Pastor und Religionslehrer, geb. 19. November 1859, ord. 11. Juli 1890. 11. Kopys (Gouv. Mohilew). Von Slutzk aus bedient. 12. Izabelin. Mandzelowski, Joseph, Pastor, geb. 11. Februar 1843, ord. 11. Juli 1869. 13. Niepokojczyce. Von Izabelin aus bedient. 14. Rasna (Gouv. Grodno). Von Izabelin aus bedient.
b) Samogitischer Distrikt.
15. Birsen. Mieszkowski, Wilhelm, Pastor und General-Superintendent, geb. 5. August 1852, ord. 4. Juli 1880. Jakubenas, Paul, Pastor, geb. 11. April 1871, ord. 6. August 1899. 16. Popiel. Neumann, Adolf, Pastor, geb. 28. Februar 1845, ord. 24. August 1874. 17. Radziwilischki. Szepetis, Johann, Pastor, geb. 5. März 1867, ord. 8. Juli 1894. 18. Schwabischki. Schornas, Adam, Pastor, ord. Juni 1913. 19. Solomiesc (Gouv. Kowno). Von Birsen aus bedient. 20. Nowemiasto (Gouv. Kowno). Von Schwabischki aus bedient.
Die Glieder des Konsistoriums. Prokureur: Fedorow, Alexius. Schriftführer: Bretsch, Edward.
1. Warschau. Semadeni, Wladislaus, Pastor und Superintendent, geb. 3. Juli 1865, ord. 8. Juli 1888. Skierski, Stephan, Pastor secundarius, geb. 22. November 1873, ord. 5. November 1900. 2. Sielec. Szefer, Kasimir, Pastor, geb. 2. September 1861, ord. 12. November 1889. 3. Zelow. Radechowsky, Bogumil, Pastor, geb. 10. September 1880, ord. 31. Oktober 1904. 4. Zychlin. Szefer, Kasimir, Pastor-Administrator. 5. Sereje. Tosio, Thomas Pastor, geb. 18. November 1881, ord. 11. November 1908. 6. Kucow, Filialgemeinde. Administriert von Pastor Radechowsky in Zelow. 7. Lodz, Filialgemeinde. Administriert von Pastor Skierski in Warschau. 8. Zyrardow, Filialgemeinde. Administriert von Superintendent Semadeni in Warschau. 9. Lublin. Administriert von Superintendent Semadeni in Warschau. 10. Nowosolna. Administriert von Pastor Skierski in Warschau. 11. Stara-Iwiczna. Administriert von Pastor Skierski in Warschau.
1Personalstatus der Evangelisch-Lutherischen und der Evangelisch-Reformierten Kirche in Rußland. Petrograd: Watsar 1914 (ev.-luth. S. 1-123, ev.-ref. S. 124-132), Bestand Deutsche Nationalbibliothek Leipzig, Signatur: 1932 A 4016, gemeinfrei gem. § 64 UrhG; Irrtum der Abschrift vorbehalten; eigene Ergänzungen im Text farblich markiert, einige Links unterliegen dem Datenschutz in der Datenbank, sind nur nach Anmeldung zugänglich. 2Jungblut, Theodor: Die Gründung der evangelisch- lutherischen Kirchen in Russland nebst einer Geschichte der Kirchen dieser Confessionen in St. Petersburg; Buchdruckerei der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, St. Petersburg 1855 3Erik-Amburger-Datenbank oid 95731 4wikimedia, public domain, Церковь Святых Петра и Павла (Тбилиси) 5blue shield georgia 5W. Fehrmann, Pastor in Petersburg, Fotograf Karl Karlovitš Bulla, Studio К. К. Булла, Невский 54, С. Петербург; EAA 1867.1.150.54 Rahvusarhiiv Estonia 6Daniel Haase, Pastor, Fotograf Wilhelm Staden; Jurjew, Dorpat 1898, EAA 402.1.31529.55 Rahvusarhiiv Estonia 7Daniel Haase, Pastor, Traueranzeige Banater Deutsche Zeitung vom 28.5.1939 Nr. 118 Jg. 4/1939 8Unsere Kirche, Monatschrift für die ev.-luth. Gemeinden in Russland; 2. Jahrgang Nr. 3 (7), Moskau 1928; S.6 9Kirchenbuch, ev. luth. Kirchspiel Barbern (Bārbeles), 1896-1898 Lettische, Deutsche, Geburten, Ehen, Sterbefälle, p46 10Eesti Kirjandusmuuseum, Eesti Kultuurilooline Arhiiv EKLA-12298-46918-32791 11Estonian Evangelical Lutheran Church
Meine familiären „Verbindungen“ zu Deutsch-Ostafrika legte mein Urgroßvater mit seiner Arbeit, an dieser Stelle möchte ich jedoch an eine kleine Gruppe von Menschen erinnern, die kaum jemand als Siedler erwarten würde, Kaukasusdeutsche. Ihr Weg aus Süddeutschland führte sie über tausende Kilometer in den Kaukasus und von dort eine kleine Gruppe nach Ostafrika.
Topographische Karte Deutsch-Ostafrika1
Deutsch-Ostafrika war eine in der Zeit von 1885 bis 1918 bestehenden deutschen Kolonie (ab 1891 deutsches Schutzgebiet) auf dem Gebiet der heutigen Länder Tansania (ohne Sansibar), Burundi und Ruanda sowie eines kleinen Teils von Mosambik mit einer Fläche von 995.000 km² und etwa 7,75 Millionen Einwohnern. 2
Zwischen 1905 und 1906 wurde auf Betreiben des Pfarrers Rosenberg aus Posen ein Komitee zur Förderung der Ansiedlung von Deutsch-Russen in Ostafrika gegründet. Diese sogenannten „Deutsch-Russen“ waren ursprünglich aus Deutschland ausgewanderte Kolonisten, die durch den abgelegten Untertaneneid russische Staatsbürger waren. Es entspannen sich heftige Diskussionen, ob diese Kolonisten nicht besser in der preußischen Ostmark3 und im Baltikum anzusiedeln seien. Vor allem breitete sich die Sorge aus, die abgeworbenen Siedler könnten als „weiße Sklaven“ die Arbeitsmoral der einheimischen „schwarzen“ Bevölkerung senken und womöglich zu Aufständen führen. Daher wurde gefordert, das jeder Ansiedler mindestens 10.000 M Eigenkapital als Grundstock mitzubringen hätte. Zudem müssten die Ansiedler Reichsdeutsche werden, was dazu führen würde, dass sie militärpflichtig werden würden oder, ähnlich der angesiedelten Buren, eine Befreiung davon erhielten. 4
Deutsche Kolonialzeitung vom 03.08.190712
Bereits im August 1905 wurden Auskünfte für Ansiedler im Bezirk Mosohi eingeholt, die Überlassung von Kronland an Ansiedler durch den Gouverneurs von Deutsch-Ostafrika an das Auswärtige Amt wurde im Feb. 1906 betrieben. Die 50 Familien wurden teilweise mangels eigener Ersparnisse mit Unterstützung des Deutschen Reiches, im Gespräch waren 100.000 M, auf jeweils 50 Hektar Land angesiedelt. Im Jahre 1906 trafen zunächst vier Familien mit 22 Personen ein, im Oktober folgten ihnen weitere Ansiedler. Von 1907 bis etwa 1910 waren die Kolonisten in der Siedlung Leganga (Leudorf) ansässig, am Meru bei Ol Doinyo Sambu. Im Jahre 1909 erfolgte die Gründung der Evangelisch-lutherischen Gemeinde der Deutsch-Russen, Hauptmann a. D. August Leue und J. Wagner wurden zu Gemeindevorstehern gewählt. Mit Unterstützung des Besiedlungskomitees erfolgte ihr Wegzug, bis auf sechs Familien, und eine Neugründung am Meru.
Leue selbst hielt von den Russlanddeutschen wenig, bezeichnete sie als“ jedes Unternehmungsgeistes bar“, nennt sie „geborene Tagelöhner, die aber für Feldarbeit wenig Interesse besitzen“ und denen es „an jeglicher Freude an Landarbeit ermangelt.“6
Unsere Kolonien, Auschnitt5
Die „Usambara-Post“ urteilte:
„Eine aus etwa fünfzehn Köpfen bestehende Deutsch-Russen-Familie hält sich seit kurzem in Buiko auf und trägt durch ihr kümmerliches Dasein und Auftreten wahrlich nicht zur Hebung des europäischen Ansehens unter den Eingeborenen bei. Sie wohnen in einer elenden Schenzihütte und nähren sich meist nur von Bettelei und Geschenken, die ihnen zugehen. Die Familie kommt von der Deutsch-Russen-Ansiedlung am Meruberge, wo sie sich auch durch besondere Arbeitsunlust ausgezeichnet hatte.“6
Die Siedlung der deutsch-russischen Kolonisten am Meruberge.7
Der Raufluß bei Moschi8
Der bekannte Afrikaner Hauptmann a. D. Leue hat vor kurzem wiederum Deutsch-Ostafrika, inbesondere die Ansiedlung der ehemals in Kaukasien ansässigen Deutschen, besucht und berichtet darüber in der „Deutschen Kolonialzeitung“: Kommt man auf der von Moschi nach Aruscha führenden bequemen Straße am Maji-ya-tschai (Teewasser) an, so kann man in der Ferne, rechts vom Wege, einige Häuser schimmern sehen. Es sind dies die ersten Anzeichen, daß wir uns der Deutsch-Russen-Ansiedlung nähern. Sobald wir den Maji-ya-tschai überschritten haben, bekommt die Gegend, die sich bis dahin als ziemlich wasserlos und steppenhaft erwies, einen anderen Charakter. Fast alle Viertelstunde stößt man auf ein sprudelndes, silberklares Gewässer, das, vom Meru herabstürzend, sich in die Ebene ergießt. Infolge dieses Wasserreichtums ist das Gelände dort mit tropisch üppigem Pflanzenwuchse bedeckt, und sind besonders die Ufer der Wasseradern mit prächtigen Galeriewäldern bestanden.
Der Meru, von Aruscha aus gesehen9
Unweit vom Kilometerstein 21, also nach etwa einstündigem Marsche, treffen wir auf einen Seitenpfad, der in nördlicher Richtung einen sanft ansteigenden, grasigen Hang hinaufführt. Diesen verfolgend, durchqueren wir nach einiger Zeit einen schmalen Buschstreifen und sehen uns nun plötzlich dem Dorfe der Deutsch-Russen gegenüber. Von der Aruschastraße ist es genau 25 Minuten entfernt. Das im allgemeinen baumlose Terrain der Siedlung, ist zwischen den Flüssen Kigeri und Magdireschu gelegen und rings von Waldparzellen eingerahmt. Zwischen den Wasserläufen etwa einen Kilometer breit, erstreckt sich der freie Plan nach Norden auf drei Kilometer.
Durch die Mitte der Niederlassung, von Süd nach Nord, führt ein zwei Meter breiter, sauber gehaltener Weg, von dem sich die nach den einzelnen Gehöften leitenden Pfade rechts und links abzweigen. Während östlich vom Hauptwege die Ansiedler Borchers, Meyer und Kammerzell wohnen, sitzen westlich von ihnen Kächter, Müller, Wagner, Bruch und Goß. In einer Lücke zwischen den Gehöften von Borchers und Meyer ist das Schulhaus errichtet, das bei meiner Anwesenheit auf der Siedlung, also Mitte Februar, noch im Bau begriffen, indes der Vollendung nahe war. Quer von der Ansiedlung im Norden liegt das provisorische Anwesen des Regierungslehrers Wilske, der damals noch im Zelte wohnte und in einem besonderen, aus zwei großen Zelten bestehenden Schulraume den Nachwuchs der Deutsch-Russen-Siedlung unterrichtete. Den Bau des Schulhauses leitete ein baukundiger Unteroffizier, der sich mit großem Eifer der Sache annahm und zur Beschaffung der Bauhölzer im nahen Walde eine trefflich funktionierende Sägerei eingerichtet hatte.
Den Hauptweg entlang zieht sich ein Rinnsal, das zur Bewässerung der Gemüsegärten dient und den Gräben und Sammelbecken Wasser zuführt. Die Gärten, die der leichteren Bewässerung halber sämtlich unmittelbar an der Straße angelegt sind, erwiesen sich als gut gehalten und reich bepflanzt. Man konnte darin alle Gemüse europäischer und heimischer Art, wie Weiß- und Grünkohl, Wirsing, Kohlrabi, Wurzeln, Rüben, Salate, Bohnen, Erbsen, Tomaten, Gurken und Kürbis vorfinden, soweit die Früchte nicht schon abgeerntet waren. Vor allem Kohlrabi fand sich in großen Mengen auf den Beeten vor. Es stellte sich heraus, daß die Deutsch-Russen diese Gemüseart nicht kannten und nichts mit ihr anzufangen wußten. Auch den Bataten konnten sie keinen Geschmack abgewinnen, und sie meinten, das sei Futter für die Schweine. Einen höchst erquicklichen Anblick gewährte der mit besonderer Sorgfalt gepflegte Lehrergarten, in dem alles grünte und blühte und das Nützliche mit dem Angenehmen in glücklichster Weise verbunden war.
Etwa hundert Schritte vom Hauptwege entfernt liegen, genau ausgerechnet, die Gehöfte der Ansiedler, bestehend je aus zwei Lehmhäusern, von denen das eine als Wohnung, das andere zu Wirtschaftszwecken dient. Mit dem ersten ist meist das Magazin, mit dem zweiten die Stallung verbunden. Wenngleich diese ersten Baulichkeiten, die nach Art der Makuti-Hütten errichtet sind, einen etwas primitiven Eindruck machen, so erfüllen sie doch insofern ihren Zweck, als sie die Insassen vor Sonnenschein und Regen sowie vor den sonstigen Unbilden der Witterung schützen, zumal da die Ansiedler schon sämtlich mit dem Bau von festen steinernen Wohnhäusern begonnen haben. Kächter, Müller und Wagner hatten ihre Häuser schon soweit fertiggestellt, daß sie sie noch vor Beginn der im März einsetzenden Regenzeit zu beziehen gedachten. Die Mauern der neuen Gebäude sind ausgeführt aus Feldsteinen und gut bindendem Lehm und abgeputzt mit weißem Ton.
Blick von Neumoschi auf den Kibo10
Die Bretter und Balken sind sauber geschnitten aus den Nutzhölzern des Forstes, der sich auf dem zwischen den nahen Flüssen Magdireschu und Goardata gelegenen Gelände erhebt. Zur Bedachung sind Rohr, Schilf oder Bananenblätter verwandt. Außer Mauerwerk, Balkenlage und Dachwerk hatten sich die Leute auch Türen und Fenster, Rahmen und Läden eigenhändig angefertigt, wobei es sich als sehr vorteilhaft erwies, daß sie alle mehr oder weniger mit dem Bauhandwerk Bescheid wußten. Wagner ist überhaupt seines Zeichens Maurer, während Kammerzell in der Tischlerei bewandert ist. Eingefaßt sind die Höfe zumeist mit einer Hecke von sonderbaren, dem Kilimandscharogebiet eigenen Pflanzen, die sich ausnehmen wie runde Stäbe, deren Spitze mit einem Busch Lorbeerblätter umwunden ist. Derartige Hecken werden drei Meter hoch und schließen so fest, daß keine Katze durchschlüpfen kann!
Hinter den Gehöften erstrecken sich, bis an die Ufer der Flüsse, die FeIder, die mit Maniok, Weizen, Mais, Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Wein bestellt waren. Einige Hektar hatte jeder Ansiedler schon unter Kultur genommen. Bei meiner Anwesenheit war der Leiter der Bezirksnebenstelle Aruscha, Bezirksamtssekretär Zenke, eben damit beschäftigt, den Leuten noch weiteres Ackerland, bis zu 50 Hektar pro Familie, über dieFllüsse hinaus zuzumessen. Herr Zenke, der sich seiner Schutzbefohlenen aufs nachdrücklichste annimmt und sie nach jeder Richtung hin fördert und unterstützt, war mit ihrem Fleiße wohl zufrieden. Großes Gewicht legten die Ansiedler, als frühere Weinbauer, auf den Anbau von Wein, von dem einige schon gegen 120 Stöcke angepflanzt hatten. Die Reben sind so gut gediehen und so schnell gewachsen, daß sie nach Ansicht der Besitzer schon im nächsten Jahre tragen werden. Wie es schien, waren die Deutsch-Russen sehr stolz auf diese Kultur. Von ihr erhoffen sie augenscheinlich viel, und es wäre zu bedauern, wenn sie darin eine Enttäuschung erlitten. Im übrigen läßt die Fruchtbarkeit des Bodens nichts zu wünschen übrig. Die Feldprodukte, die die Siedler bisher geerntet haben, vor allem die europäischen Kartoffeln, waren erster Qualität. Im größeren Stile gedenken die Deutsch-Russen Kaffeegärten anzulegen, da die Kaffeekultur sich im Kilimandscharo-Gebiet als ganz besonders ergiebig erweist und sehr wohl für die Siedler als Einnahmequelle dienen kann.
Läßt sich also beim Ackerbaue alles vortrefflich an, so sind auch die Viehzuchtverhältnisse sehr günstig zu nennen. Jeder Ansiedler ist im Besitz von sechs bis sieben Rindern, 20 Stück Kleinvieh und einer Menge von Enten und Hühnern, und alles gedeiht aufs beste. Das Klima des Landes ist herrlich. Trotzdem ich mich auf der Siedlung im heißesten Monat des Jahres aufhielt, sah ich mich doch morgens und abends gezwungen, über meine weiße Tropenkleidung einen europäischen Rock anzuziehen. Im Zelte beobachtete ich um diese Zeit stets 12 Grad R, und nur um die Mittagszeit nahm die Temperatur einen mehr tropischen Charakter an. Ueber Nacht wurde ich kaum unter zwei Kamelhaardecken warm! Nach Aussage der Deutsch-Russen soll es überhaupt am Meru lange nicht so heiß sein, wie sie es vom Kaukasus her gewöhnt sind; ein Umstand, der auch ihre Frauen und Kinder veranlaßt, den ganzen Tag im Freien ohne Hut herumzulaufen und sich in keiner Weise gegen die Sonne zu schützen. Moskito gibt es nicht, und man kann getrost ohne Moskitonetz schlafen.
Das Wasser der selbst in der Trockenzeit fußtiefen Quellflüsse, aus denen die Ansiedler ihren Bedarf schöpfen, ist so kalt, wie man es nur wünschen kann. Dabei ist es kristallklar und im Geschmack erfrischend. Kein Wunder, wenn unter diesen Umständen der Gesundheitszustand auf der Siedlung vorzüglich ist. Abgesehen von der Sandflohplage, unter der die Leute anfangs gelitten haben, hat sie kein Uebel betroffen. Es war geradezu ein Genuß, das rotwangige junge Volk des Morgens mit Fibel und Tafel zur Schule pilgern zu sehen. Dabei sind die Kinder, deren Zahl sich in Afrika schon um zwei Köpfe vergrößert hat, höchst sauber gehalten, wie überhaupt die Reinlichkeit der Deutsch-Russen sehr anerkennenswert ist. Wohnung und Geschirr fand ich bei meinem Besuche bei ihnen überall blitzblank. Wie es scheint, herrscht unter den Frauen in dieser Beziehung ein edler Wettstreit.
Mögen die Deutsch-Russen, besonders die Frauen, anfangs etwas unter dem Heimweh gelitten haben, so haben sie sich doch jetzt ausgezeichnet in Ostafrika eingelebt. Als ich eine der Frauen fragte, wie es ihr denn auf der Ansiedlung gefiele, sagte sie, die Hand gegen das Gebirge erhebend: „Wie soll es uns hier nicht gefallen, wo wir alles haben, was wir brauchen, und wo es so viel schöner ist als im Kaukasus!“
Tatsächlich wirkt der Blick auf die hehre Gebirgswelt, die sich von Nordwest nach Nordost vor der Ansiedlung ausbreitet, und aus der in überwältigender Mächtigkeit die Berge Meru, Kibo, Mawensi und Nordpari gen Himmel streben, geradezu erhebend, besonders wenn die untergehende Sonne die metallisch schimmernde Spitze des Merus und die Schneekuppen des Kilimandscharos beleuchtet und in intensiver Klarheit hervortreten läßt.
Aruscha, Missionsstation11
Wie wohl sich die Deutsch-Russen in Ostafrika fühlen, zeigt schon der Umstand, daß sowohl die erste wie die zweite Partie ihre Verwandten nachkommen lassen will, und daß zwischen beiden Gruppen infolgedessen eine gewisse Rivalität herrscht. Mit der Bevölkerung stehen sich die Ansiedler aufs beste. Die Wameru-Frauen trieben sich in hellen Scharen auf der Siedlung herum und gerierten sich dort als alte Bekannte. Gar drollig war das Kauderwelsch, das im Verkehr zwischen den Deutsch-Russen und den Eingeborenen verlautbar wurde. Die Arbeiterverhältnisse sind sehr günstig zu nennen. Die Wameru kommen gern zur Arbeit, und der Lohn beträgt nur 10 Heller = 13 Pfennige pro Tag und Kopf. Infolgedessen sah man auch eine große Anzahl von farbigen Arbeitern auf den Feldern. Mancher Ansiedler hielt sich auf eigene Kosten eine ganze Reihe davon. Ueberhaupt schienen die Deutsch-Russen vielmehr Geld zu besitzen, als sie seinerzeit angegeben haben. Wagner, der Ortsvorsteher, hatte sich kurz vor meiner Ankunft eine schöne Kuh gekauft, und alle Siedler begeben sich von Zeit zu Zeit nach Aruscha, um dort ihre Einkäufe zu machen.
Zu meiner Genugtuung habe ich auf der Deutsch-Russen-Siedlung ein fröhliches Getriebe und ein gesundes Leben gefunden und glaube daher allen Grund zu haben, die Ansiedlung der Deutsch-Russen als gelungen betrachten zu dürfen.
1Kartenmaterial des Deutschen Koloniallexikons von 1920, Sammlung der Deutschen Kolonialgesellschaft in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main 2die in der deutsch-polnischen Grenzzone gelegenen preußischen Ostprovinzen 3Düna-Zeitung, Beilage Nr. 11, 14./27. Januar 1906 4Deutscher Kolonial-Atlas mit Jahrbuch, edited by the German Colonial Society, 1905 – Deutsch-Ostafrika 5Emil Zimmermann: Unsere Kolonien. Unter Mitwirkung hervorragender Afrikaner herausgegeben.; Berlin u. Wien, Ullstein, 1912, p. 59f 5Über die Siedlungen am Meruberge; Kunstmuseum Hamburg; 26.10.2016 7Düna-Zeitung Nr. 98, zwanzigster Jahrgang 1907, 30. April/13. Mai 1907 8wikimedia, CC BY-SA 3.0 de; Bundesarchiv, Bild 105-DOA0433; Walther Dobbertin; Deutsch-Ostafrika, Moschi, Raufluss; fotografiert zwischen 1906 und 1918 9wikimedia, CC BY-SA 3.0 de; Bundesarchiv, Bild 105-DOA0544; Walther Dobbertin; Deutsch-Ostafrika, Der Meru, von Aruscha aus gesehen; fotografiert zwischen 1906 und 1918 10wikimedia, CC BY-SA 3.0 de; Bundesarchiv, Bild 105-DOA0313; Walther Dobbertin; Deutsch-Ostafrika, Blick von Neumoschi auf den Kibo; fotografiert zwischen 1906 und 1918 11wikimedia, CC BY-SA 3.0 de; Bundesarchiv, Bild 105-DOA0469; Walther Dobbertin; Deutsch-Ostafrika, Aruscha, Missionsstation; fotografiert zwischen 1906 und 1918 12Deutsche Kolonialzeitung, Organ der Kolonialgesellschaft; Berlin 3. August 1907; Nr. 31, 24. Jahrgang; p.310 Waldemar Schmidt: Russlanddeutsche – die Auswanderung der Russlanddeutschen nach Deutsch-Ostafrika, 1906-1913; Regensburger Hefte zur Geschichte und Kultur im östlichen Europa ; 7. Regensburg B. Herget and R.P. Smolorz, 2008
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Damals im Kaukasus, Tempelgesellschaft, 2001
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Walker, Immanuel: Fatma;eine wahre Lebensgeschichte. Hrsg. Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. Stuttgart : Landsmannschaft der Dt. aus Russland, 1996
Keiner ist vergessen. Gedenkbuch zum 70. Jahrestag der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion. Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. (Hg.) Kohlhammer Stuttgart 2011
Deutsche Spuren in Aserbaidschan Auch, Eva-Maria: Deutsche Spuren in Aserbaidschan, Forschungsreisende, Kolonisten und Unternehmer zwischen Großem Kaukasus und Kaspischem Meer (18.-20. Jh.), Baku 2014. Hrsg. Aliyev-Stiftung
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Der Wanderweg der Russlanddeutschen. Jahrbuch der Hauptstelle für die Sippenkunde des Deutschtums im Ausland, Deutsches Ausland-Museum und Institut, Kohlhammer Berlin-Stuttgart 1939
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Deutsche Siedlungen am Rande des Russischen Reiches, der Kaukasus: ein Blick durch die Welt (1818-1917) zum 190. Jahrestag der Gründung Чернова-Дёке Т.Н.: Немецкие поселения на периферии Российской Империи. Кавказ : взгляд сквозь столетие (1818-1917) : (к 190-летию основания немецких колоний), Москва: МСНК-пресс, 2008
Martin Friedrich Schrenk: Geschichte der deutschen Kolonien. In: Ders.: Geschichte der deutschen Kolonien in Transkaukasien. Zum Gedächtnis des fünfzigjährigen Bestehens desselben. 2. Aufl. Verlag Pfälzer Kunst, Landau 1997, ISBN 3-922580-65-3 (unveränd. Nachdr. d. Ausg. Tiflis 1869
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Missionare und Kolonisten: Die Basler und die Hermannsburger Mission in Georgien am Beispiel der Kolonie Katharinenfeld; 1818–1870. Andreas Groß; Lit Hamburg 1998
Politischer Terror und das Schicksal der Aserbaidschanischen Deutschen; Dr. phil.Mammad Jafarli; Stuttgart 2012
Heimatbuch der OstumsiedlerArbeitsgemeinschaft der Ostumsiedler, Stuttgart, Germany [1954-1955]
Heimatbuch der Deutschen aus RusslandLandsmannschaft der Deutschen aus Rußland, Stuttgart, Germany [1956-]
Zeitungen
Unterhaltungsblatt für deutsche Ansiedler im südlichen Rußland
Als Mikrofilm im Centre for MB Studies (CMBS) in Canada vorhanden, zudem in der russischen Staatsbibliothek in Moskau und in St. Petersburg.
Kaukasische Post
Am 18. Juni 1906 von Kurt von Kutschenbach publiziert, während des Ersten Weltkrieges vorübergehend bis 1918 eingestellt und im Jahre 1922 erneut herausgegeben.
Nach der Anerkennung der Einbürgerungen der Administrativumsiedler 1943/1944 vom 22. Februar 1955 durch die Bundesrepublik Deutschland wurde ein Besuch von Bundeskanzler Adenauer in Moskau (9.-13. September1955) möglich. Mit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der Sowjetunion wird mit einem Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets das Regime der Sondersiedlungen am 13. Dezember 1955 aufgehoben.
Die Bewohner der Sondersiedlungen durften ab Januar 1956 die Orte ihres Gewahrsams verlassen, allerdings mussten sie schriftlich auf die Rückkehr in ihre früheren Wohnorte und auf ihr vor der Deportation beschlagnahmtes Vermögen verzichten. Anders bei den Tschetschenen, Kalmücken, Balkaren, Karatschaen und Inguschen. Im November 1956 entschied die Parteispitze, die territorialen Autonomien dieser Völker wiederherzustellen. Sie erhielten im Rahmen staatlicher Rücksiedlungsprogramme Mittel zur Wiedererrichtung kultureller und bildungsrelevanter Institutionen, es wurden Investitionen im Bereich des Wohnungsbaus, der sozialen und Verkehrsinfrastruktur getätigt und so lebten zu Beginn der 1960er Jahre die meisten Angehörigen der betroffenen Ethnien wieder in ihren nationalen Territorien.1
Nach diesen Maßnahmen stellten über 80.000 Erwachsene zwischen 1956/1957 einen Antrag auf die Übersiedlung in die Bundesrepublik, aber bis Ende der sechziger Jahre konnten nur wenige das Land verlassen.
Ein Erlass des Obersten Sowjets über die Teilrehabilitierung der Russlanddeutschen folgt am 29. August 1964.„Das Leben hat erwiesen, dass diese pauschal erhobenen Anschuldigungen haltlos und Ausdruck der angesichts des Personenkults um Stalin herrschenden Willkür waren.“Der Erlass aus dem Jahr 1941 wurde somit nicht aufgehoben, sondern nur dahingehend abgeändert, dass die deutsche Minderheit nur von dem Vorwurf einer aktiven Zusammenarbeit mit dem Feind freigesprochen wurde.
Der Versuch, eine vollständige Rehabilitation der Volksgruppen zu erzielen, scheiterte 1965. Erst mit dem Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets vom 3. November 1972 wurde es möglich, an die ursprünglichen Wohnorte zurückzukehren.
Die Einstellung vieler Deutscher wandelte sich, immer mehr forderten die Emigrationsmöglichkeit, um außenpolitisch das Gesicht zu wahren, wurde eine geeignete Lösung der „deutschen Frage“ gesucht. Der damit beauftragte KGB-Chef Juri Andropow machte im August 1978 den Vorschlag, eine territoriale Autonomie zu gründen, um die „ungesunden Emigrations- und nationalistischen Stimmungen zu bekämpfen.“ Nach seiner Ansicht waren beinahe die Hälfte der Deutschen inzwischen auf dem Territorium Kasachstans „fest verwurzelt“, als Beweis führte er an, das es in der Unionsrepublik mehr als 230 dörfliche Ortschaften gab, in denen die Deutschen die Bevölkerungsmehrheit stellten.
Daher schlug der Ausschuss vor, eine Deutsche Autonomie aus fünf Rayons der angrenzenden Gebiete Karaganda, Koktschetaw, Pawlodar und Zelinograd mit einer Fläche von 46.000 km² und Jermentau als Zentrum zu bilden. Dort lebten bereits 202.000 Menschen, davon etwa 30.000 Deutsche. Daraufhin brachen im Juni 1979 in Zelinograd und anderen Städten Unruhen aus, die ohne Konsequenzen blieben, ein Zeichen, das sich die Regierung nie ernsthaft um eine tatsächliche Gleichstellung der Deutschen bemühte.
Ab 1986, in der Perestroika, konnten die Russlanddeutschen erstmals ihre Angehörigen in der Bundesrepublik regelmäßig besuchen. Die Hoffnung auf die „Kommission für Probleme der Sowjetdeutschen“ vom 12. Juni 1989 erfüllten sich nicht. Die Zahl der Ausreiseanträge schnellte daher ab 1990 sprunghaft hoch. Unter Jelzin erfolgte im Juli 1991 die Gründung des Rayons „Halbstadt“ in der Region Altaj und im Februar 1992 „Asowo” bei Omsk. Diese ländlichen Territorien erhielten Hunderte von Millionen DM in den Jahren 1992–1999 für die Errichtung von Infrastrukturen, um den Verbleib der Deutschen in Russland zu unterstützen, bis Ende 1998 wanderte jedoch allein aus dem Rayon „Halbstadt” 80 % der deutschstämmigen Bevölkerung nach Deutschland aus.
Seit 1960 durften nach sowjetischen Angaben 16.411 zumeist deutsche Personen in die DDR übersiedeln, bis 1986 durften 95.107 Deutsche aus der UdSSR in die Bundesrepublik ausreisen, die von nun an deutlich zunehmenden Aussiedlerzahlen sorgten dafür, das in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Juli 1990 das Aussiedleraufnahmegesetz (AAG) in Kraft trat, wonach eine Antragstellung nur aus dem betreffenden Land möglich ist, trotzdem stieg die Zahl der Aufnahmeanträge 1992 auf über 195.000 an2. Durch das Kriegsfolgenbereinigungsgesetz (KfbG), das am 1. Januar 1993 die Rechtsgrundlage zur Aufnahme von Personen deutscher Herkunft aus den Ländern der GUS und anderer osteuropäischer Staaten vorlegte, wurde der Kreis potentiell Berechtigter stark eingeschränkt. „Spätaussiedler“ sind im Sinne dieses Gesetzes diejenigen deutschen Volkszugehörigen, die nach dem 1. Januar 1993 in osteuropäischen Ländern einen Antrag auf Aussiedlung in die Bundesrepublik gestellt haben. Sie sind jedoch keine „Vertriebenen“, aber „Deutsche im Sinne des Grundgesetzes“ und werden als „Abkömmlinge“ bezeichnet. Im Bundesvertriebenengesetz (BVFG) vom 19. Mai 1953, zuletzt geändert am 6. September 2013 wurde festgelegt, das russische „Spätaussiedler“, die vor dem 1. Januar 1946 geboren sind, keine Entschädigung gemäß Häftlingshilfegesetz für erlittenen Gewahrsam, für Zwangsarbeit und Leben unter Sonderkommandanturen erhalten, sondern Eingliederungspauschalen.
Weitere gesetzliche Hürden und Einschränkungen kamen im Laufe des Jahres 1996 hinzu, um die Anerkennung als Spätaussiedler zu erhalten, wurden „familiär vermittelte Kenntnisse der deutschen Sprache“ gefordert, die „natürlich wirkend“, vom Elternhaus vermittelt wurden und kein „künstliches, erlerntes“ Hochdeutsch sein durften. Mir persönlich ist bekannt, dass auch Fragen nach den familiären Essgewohnheiten gestellt wurden und die Mütter „typisch deutsche“ Rezepte herunterbeten mussten, um einen Beleg für ihr „Deutschtum“ zu liefern. Für hunderttausende Russlanddeutsche stellte diese Regelung ein schwer zu überwindendes Hindernis dar, da die absichtliche Zerstreuung auf den riesigen Territorien Sibiriens und Kasachstans und das Leben unter russischer Amtssprache vor allem für die jüngere Generation zum Verlust der deutschen Muttersprache führte. Das zum 1. Januar 2005 in Kraft getretene Zuwanderungsgesetz verschärfte die Aufnahmekriterien ein weiteres Mal, da sich nun auch die nicht deutschen Familienmitglieder des Antragsstellers einem deutschen Sprachtest zu unterziehen hatten.
Neben diesen und weiteren Problemen der Gesetzgebung kämpften hoch qualifizierte Fachleute mit der Nichtanerkennung ihrer Berufe. So mussten wir in unserer eigenen Familie sehen, wie langjährige Pädagogen und Ingenieure keine Anerkennung ihrer Hochschul- und Berufsabschlüsse erhielten. Das verschenkte Potential zeigte sich später in einer Umschulungsmaßnahme, als der nicht anerkannte Pädagoge vor den Umschülern den Part des Lehrers übernehmen musste, da es dem eigentlichen Lehrer schlicht an Wissen in der zu schulenden Materie mangelte – hier im Fach Chemie! Erst das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen vom 6. Dezember 2011 sollte für Abhilfe sorgen, es kam im vorbenannten Fall allerdings ein Jahrzehnt zu spät, inzwischen greift für einen Teil der Familie das Fremdrentengesetz vom 25. Februar 1960, zuletzt geändert am 19. Oktober 2013.
*) Quellen: Deutsche Post – Jg. 9/1937, S. 23-24; Stummp: Die Auswanderung aus Deutschland nach Russland in den Jahren 1763-1862; Biedlingmeier: Das Ahnenbuch von Katharinenfeld in Georgien; Der Schreckenstag von Katharinenfeld, Basel, Verlag des Missionshauses 1866