Sohn des Küsters Ferdinand Krühn aus Cracau bei Magdeburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland und der Dorothea geb. Veith.

Er wurde am 10. März 1843 in Gröningen, Sachsen-Anhalt geboren und besuchte zunächst in Cracau die Schule, ehe er von 1856 bis 1863 an das Gymnasium von Halberstadt wechselte.

Geburt und Taufe 1843, Gröningen St. Martinskirche, Kirchenbuch 1831-1854, p7

Von 1863 bis 1866 studierte Krühn an der Universität Halle Theologie, war dann ein Jahr als Hauslehrer tätig, um 1868 sein Examen ablegen zu können.

In den folgenden zwei Jahren war er als Hauslehrer in Groß Buschhof/Kurland, angestellt, legte trotz der Entfernung sein nächstes Examen 1869 in Magdeburg ab.

Seine Ordination erfolgte im Dom zu Magdeburg am 7. Dezember 1870.

Amtsblatt der königlichen Regierung zu Erfurt, 19.9.1874 Nr. 39 p193.

Die erste Pastorenstelle war in Schwemsal bei Bitterfeld von 1871 bis 1874, danach in Bombeck bei Salzwedel von 1874 bis 1881.

Mit dem Wechsel aus Bombeck ging Krühn nach Kurland zurück, erlernte dort die lettische Sprache und wurde am 9. Mai 1881 Diakon an der St. Johanniskirche Dorpat, zugleich Religionslehrer der höheren Töchterschule der Stadt.

Am 1. Januar 1890 wechselte er als Pastor Adjunkt nach Jakobstadt und war von dort aus für die Filialen Buschhof und Dubena zuständig.

In Buschhof lernte er seine spätere Ehefrau, Sophie Berens von Rautenfeld (*29. März 1844 Buschhof) kennen. Die Eheschließung erfolgte am 24. Juli 1871 in Buschhof.

Ihre Eltern waren der Arrendator (Gutsverwalter) Kapitän Eduard Karl Berens von Rautenfeld (1811–1893) und Julie geb. Koslowska (1827–1899).

Dem Pastorenpaar wurden nach meiner Kenntnis sechs Kinder geboren, Margaretha Julia Dorothea Ida Elisabeth (1873–1959), Waldemar Eduard Ferdinand Viktor (1874–1916), Otto Constantin Peter Victor (*1875), Edith (*1877), Elisabeth (*1883) und Erich Paul Reinhold (*1887).

Der Ehemann der ältesten Tochter, Edmund von Trompowsky (1851–1919), schließt über seine Mutter, Rosalie von Wrangell (1819–1881) den Ahnenkreis hin zu Karl von Wrangell auf Sauß, Maidel, Köndes, Uitz und Jesse (1643–1719), dessen Linie in unsere Familie übergeht.

Das Sophie Krühn verstarb am 16. Mai 1919, der nunmehr verwitwete Pastor am 15. November 1924. Beide wurden in Riga, Lativa, bestattet.

St. Marien zu Riga, Personalbogen, Latvijas Valsts vēstures arhīvs Rīga, Fond 1428 Riga 1658-1939

Die evangelischen Kirchen und Prediger Kurlands
Theodor Kallmeyer, G. Otto, Kurländische Gesellschaft für Literatur und Kunst, 1890, p.350.

„Amtsblatt der königlichen Regierung zu Merseburg“, 19.9.1874 Nr. 38 p212

„Amtsblatt der königlichen Regierung zu Erfurt“, 12.2.1870 Nr. 7 p28,

„Die evangelisch-lutherischen Gemeinden in Russland“ (Von Evangelisch-lutherische Kirche in Russland. Zentralkomite der Unterstützungskasse 1911 Buchdruckerei J. Watsar), p.206 u. 238.

Uwe Czubatynski, „Evangelisches Pfarrerbuch für die Altmark“ (2., erweiterte Auflage (elektronische Ressource) Rühstädt 2006), p20.

„Die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in Rußland : Eine historisch-statistische Darstellung Bd 2“, p238.