Kreis Preußisch Eylau

Der Kreis Preußisch Eylau war ein preußischer Landkreis in Ostpreußen, der unter verschiedenen Namen von 1818 bis 1945 bestand.


 

Ur-Ur-Großmutter Auguste Emilie Neufangs Vater Louis war ein Schuhmacher aus Paresken (Parösken, Pareżki , Preußisch Eylau. Ob seine Ehefrau Rosine Lettau von hier kam ist nicht bekannt. Beide wohnten später in Wartenburg.

Geboren wurde Louis in Königsberg am 23. Mai 1821 als Sohn des Schuhmachermeisters Johann Neufang und seiner Ehefrau Regina, geborene Hoppensack.

Das Dorf Paresken wurde erstmals 1561 als Poreskenn erwähnt, als der Preußisch Eylauer Amtshauptmann Caspar von Lehndorff dem Schulzen Paul Rosinsky 3 freie Hufen mit Amtsdienst und Waldwacht überließ. Dieser begann die Ansiedlung von Bauern auf den Ländereien. Ab 1616 gehörte das Dorf dem Wolf Heinrich Truchseß von Waldburg auf Wildenhoff und blieb den Nachkommen bis 1820 erhalten. Im Jahre 1820 wurden die Eigentumsverhältnisse in Parösken neu geregelt, es gab 12 Bauernhöfe, nach der Regulierung waren es noch 11 Bauerngüter.

Bereits seit 1739 war eine kleine Schule vorhanden, in die Kirche gingen die Menschen ins 5 km entfernte Buchholz (Bukowiec). Es gab eine kleine Gastwirtschaft und im Jahre 1934 kam das Dorf zum Areal des Truppenübungsplatzes Stablack, so dass es 1935 geräumt werden musste. Man erhielt alle Anwesen und Gebäude des Dorfes, begann jedoch 1937 mit dem Bau des neue Lagers Süd, das durch eine Ringchaussee an der Platzgrenze mit dem Lager Nord verbunden war. Die Bauarbeiten auf dem Gelände des Dorfes, auf dem vom Abbau Eichen und Teilen  der Gemarkung Halbendorf (Półwiosek) dauerten den ganzen Krieg über an.

Das Lager Süd des Truppenübungsplatzes war Stütz- und Ausgangspunkt von militärischen Operationen, die bis Mitte Februar 1945 andauerten. Danach von sowjetischen Truppen besetzt, wurden der Truppenübungsplatz im August 1945 den polnischen Besatzungsbehörden übergeben. Die Polen nennen diesen Militärkomplex „Kamiensk (Stein)“.

Der heutige Ort Pareżki ist jedoch das alte Halbendorf.

 

In diesem Ort kamen zwei weitere Neufang zur Welt, vermutlich Kinder der beiden, jedoch ist diese Verbindung aktuell nicht belegt. Der Schuhmacher August Louis Neufang, dessen Witwe Marie Johanne Neumann am 24. Juni 1858 geboren wurde. Sie hatten zwei Kinder, Maria, geboren am 29. September 1878 in Paresken und Anna, geboren am 22. März 1881 in Paresken. Beide wurden in Berlin durch ihre Eheschließungen nachgewiesen. Auch Josefine kam aus Paresken, ihr unehelich geborener Sohn wurde am 12. April 1885 ebenfalls in Paresken geboren und heiratete in Berlin. Sicher kein Zufall.

 


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